Was für ein Jubel: Homare Sawa (l.) reckt den Weltmeister-Pokal in den Frankfurter Nachthimmel – VfL-Co-Trainer Littbarski kennt sie als „Birgit Prinz des japanischen Fußballs“.
Weil der VfL am Finalabend noch ein Testspiel hatte, konnte Hasebe den Fernseher erst zur Verlängerung einschalten. Die dramatische Schlussphase schaute er mit seinem Zimmerkollegen Ja Cheol Koo in der Hotel-Suite. „Die Mannschaft hatte viel Disziplin, ein gutes Passspiel und ist viel gelaufen“, nennt Hasebe das Erfolgsgeheimnis.
Nach dem Sieg verschickte der Japaner sofort Glückwunsch-SMS an die eine oder andere Spielerin und rief seine Mutter in der Heimat an. „Beim Abpfiff war‘s in Japan 6 Uhr morgens, alle mussten arbeiten gehen. Aber es wird viel gefeiert werden. Der Frauenfußball wird nun sicherlich bekannter“, schildert Hasebe. Denn: „Nach dem Erdbeben hat diese Mannschaft unserem Land viel Kraft gegeben.“
Auch Pierre Littbarski freute sich mit. Der VfL-Co-Trainer arbeitete lange in Japan, hat dort seine Frau kennen gelernt. „Bei mir zu Hause war riesige Freude.“ Eine der besten Spielerinnen, Homare Sawa, kennt Litti sogar persönlich: „Wir sind uns mal über den Weg gelaufen. Sie ist die Birgit Prinz des japanischen Fußballs...“
rs