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Frauenfußball WM

Heimspiel wird zum Trauerspiel

Was als Heimspiel begann, endete im Wolfsburger Meer der Tränen: Ausgerechnet die VW-Arena war auch für das deutsche WM-Trio des Bundesligisten VfL Endstation. „Eigentlich wollte ich nicht so einen kurzen Heimweg haben“, sagte Stürmerin Martina Müller nach dem Viertelfinal-Aus.
Tränen beim Heimspiel: Die VfL-Spielerinnen Lena Goeßling (l.) und Verena Faißt (M.) waren traurig.

Tränen beim Heimspiel: Die VfL-Spielerinnen Lena Goeßling (l.) und Verena Faißt (M.) waren traurig.

Zum Einsatz gekommen war sie ebenso wie Verteidigerin Verena Faißt gegen Japan nicht. „Ich hätte auch im ganzen Turnier nicht eine Minute gespielt und den Titel geholt. Immerhin war‘s für mich die letzte WM“, sagte Müller, die offen ließ, ob sie noch einmal für Deutschland spielen wird: „Das ist noch nicht entschieden, aber vielleicht war das mein letztes Länderspiel.“

Wie Müller und Faißt fuhr auch Lena Goeßling gestern zu ihren Eltern in die Heimat. Die Mittelfeldspielerin war die einzige VfLerin, die beim Heimspiel auf den Platz durfte. „Ich hatte zum Zeitpunkt der Einwechslung gar nicht mehr damit gerechnet, dass ich noch spiele“, sagte sie gestern ob des Ausscheidens immer noch spürbar mitgenommen. Gegen die Japanerinnen geriet sie in der Schlussphase zum Dreh- und Angelpunkt der deutschen Elf. „Ich bin gut reingekommen, habe ein gutes Spiel gemacht“, fand Goeßling zurecht. Allein: „Wir hätten noch was weiß ich wie lange spielen können und hätten doch kein Tor mehr geschossen.“ Und: „Die Japanerinnen kommen einmal vor unser Tor – und machen ihn rein...“

Bloß gut, dass die Neu-Wolfsburgerin Familie und Freunde auf der Tribüne hatte. So konnte sie sich nach dem Ausscheiden trösten lassen. Heute will sie mit VfL-Trainer Ralf Kellermann die nächsten Tage planen. „Wenn‘s geht, will ich möglichst schnell in den Urlaub, damit ich auf andere Gedanken komme“, hofft Goeßling, die in den Tagen von Wolfsburg ihre neuen Teamkolleginnen kennen lernte.

rs


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