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Frauenfußball WM

Die Tränen von Wolfsburg

Der große Traum fand in Wolfsburg ein trauriges und tränenreiches Ende: Titelverteidiger Deutschland ist bei der Frauenfußball-WM im eigenen Land überraschend schon im Viertelfinale gescheitert, unterlag am Samstagabend in der Arena im Allerpark mit 0:1 nach Verlängerung gegen Japan.
Trost vom Chef auf dem Wolfsburger Rasen: Theo Zwanziger mit Simone Laudehr (l.) und Martina Müller (r.), dazwischen Célia Okoyino da Mbabi und Inka Grings.

Trost vom Chef auf dem Wolfsburger Rasen: Theo Zwanziger mit Simone Laudehr (l.) und Martina Müller (r.), dazwischen Célia Okoyino da Mbabi und Inka Grings.

Alexandra Popp lag mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden, Célia Okoyino da Mbabi zog sich heulend das Trikot übers Gesicht, Inka Grings sackte auf der Bank zusammen, Martina Müller ließ ihren Tränen einfach freien Lauf: Das WM-Aus in Wolfsburg hatte sie alle wie ein Schock getroffen.

DFB-Präsident Theo Zwanziger suchte direkt nach dem Abpfiff auf dem Arena-Rasen tröstende Worte, nahm fast alle Spielerinnen in den Arm. Aufhellen konnte das die Mienen nicht – der Frust, gegen die körperlich unterlegenen Japanerinnen nie die richtigen Mittel gefunden zu haben, saß tief.

Großartig dagegen war wieder einmal das Publikum in der mit 26.100 Fans ausverkauften Wolfsburger Arena, das das DFB-Team 120 Minuten lang feierte. „Diese Unterstützung“, so Bundestrainerin Silvia Neid, „war sehr, sehr beeindruckend.“

Zuvor weniger beeindruckend: Das einfallslose deutsche Spiel durch die Mitte, Flanken kamen zu selten und zu schlecht, im gegnerischen Strafraum war‘s zu hektisch. Und so blieb die Partie trotz einiger guter Gelegenheiten lange spannend, ehe Japan-Joker Karina Maruyama nach tollem Zuspiel von Homare Sawa mit ihrem Tor in der 108. Minute für die Tränen von Wolfsburg sorgte.

apa


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