Immer die Adler: Niko Dimitrakos (l.) traf beim 3:1 doppelt. Mannheim beendete die EHC-Heimserie, die nach einem 0:1 gegen die Adler begonnen hatte.
Endstation Brathwaite: Der EHC (hier Adrian Foster) konnte Mannheims Keeper nur einmal überwinden.
Der EHC erwischte einen perfekten Start. Bei der ersten Überzahlchance schepperte es schon nach 22 Sekunden. Und das war vielversprechend, denn Wolfsburg spielte schnell und schnörkellos, die Adler hatten Probleme, foulten sich von einer Strafe in die andere.
Nur: Aus vielversprechend wurde langsam aber sicher frustrierend. Vier Minuten Powerplay am Stück verstrichen ungenutzt, aus einer 5:3- und nachlaufender 5:4-Überzahl sprang trotz vieler Chancen nichts heraus. Mal war es zu ungenau, mal fehlte das letzte Quäntchen Glück und mal schnappte Fred Brathwaite mit atemberaubenden Reflexen zu. Er gilt nicht umsonst als einer der besten DEL-Keeper.
Ob es Wolfsburg etwas genützt hätte, wenn Yannic Seidenberg für seinen Ellenbogen-Check ins Gesicht von Benedikt Kohl eine Fünf-Minuten-Strafe bekommen hätte, sei angesichts des Wolfsburger Powerplay-Pechs dahingestellt. Aber: Bei dem was kommen musste und dann auch kam, hatte Seidenberg dreimal den Schläger im Spiel.
Mannheim besann sich auf Eishockey, Wolfsburgs Fluss war dahin, die Gäste nutzten ihre wenigen Chancen eiskalt, Seidenberg war an jedem Treffer beteiligt. Wolfsburg kämpfte, war mit seinen vielen Ausfällen (siehe Bericht) aber gegen die bärenstark besetzten Adler auch am Limit.
rau