Fiebert dem Comeback entgegen: EHC-Angreifer Stephen Werner fehlt seit November, jetzt lässt er sich für die Rückkehr quälen.
Werner absolviert neben dem Mannschaftstraining meist zusätzliche Übungen. Zuletzt musste er sich dabei vom gesperrten Benedikt Schopper bearbeiten lassen. Da kracht es manchmal mächtig, da geht schon mal einer wuchtig zu Boden. Und mit einem Lächeln und einem Handschlag geht es weiter. Werner froh: „Mit Schoppi ist das optimal, er ist einer der stärksten und härtesten Verteidiger in der DEL. Für mich ist das eine ideale Vorbereitung.“ Werner, seit einer schweren Knieverletzung im November ohne Spiel, ist optimistisch: „Ich fühle mich gut.“
Ist er für Freitag bereit? Werner schmunzelnd: „Als Spieler will man immer, da hätte ich schon vor zwei Wochen ,hier‘ gerufen. Aber das wird und muss der Trainer beurteilen.“ Wichtig sei: „Es hat in der Reha nie Rückschläge gegeben, ich verbessere mich täglich.“
Es sieht so aus, als ob die Fortschritte reichen. Coach Pavel Gross schließt den Einsatz Werners nicht aus. Und wird Schopper den Angreifer noch ein wenig quälen lassen.
Dzieduszycki fällt wohl aus
Beim Blick auf die gestrige Übungseinheit von Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg konnte einem angst und bange werden. Außer den bekannten Verletzten fehlten auch noch die Verteidiger Benedikt Kohl und Christopher Fischer. Entwarnung gab es von Trainer Pavel Gross: „Sie haben frei.“
Heute sollen sie wieder dabei sein. Gut. Denn schließlich fallen Tyler Haskins und Armin Wurm (beide bis Saisonende) sowie Blake Sloan weiter aus. Benedikt Schopper ist gesperrt und mit dem Einsatz von Matt Dzieduszycki und André Huebscher wohl nicht zu rechnen.
Huebscher hat muskuläre Beschwerden im Oberschenkel. Bis zum Wochenende reiche das nicht, deutete Trainer Pavel Gross an.
Sehr geheimnisvoll geben sich die Verantwortlichen bei Matt Dzieduszycki. Das verhieß zuletzt meist nichts Gutes. Mit Rückenbeschwerden hatte er am Sonntag gegen Mannheim gefehlt. „Am Donnerstag geht er wieder zum Arzt“, so Gross gestern, ohne sich zu einer Diagnose zu äußern. Und ob es für den zweitbesten Torschützen des EHC noch reichen kann, mochte er weder mit Ja noch mit Nein beantworten.
Trotz der vielen Ausfälle jammert Gross nicht, stellt aber fest: „Wir haben extrem viele Langzeitausfälle. Das ist traurig, weil es auch Rückschläge in der Entwicklung der Spieler sind.“