Abgedrängt: EHC-Verteidiger Benedikt Kohl (r.) im Länderspiel gegen die Schweiz das 0:1 verloren ging.
Für Christopher Fischer rückte das Turnier gleich nach der Rückkehr in den Hintergrund – er erfuhr von einem Trauerfall in der Familie. Benedikt Kohl und Benedikt Schopper trafen zu Trainingsende in der Eis-Arena ein, wurden freudig empfangen. Die viel gestellte Frage „Wie war‘s?“ beantworteten sie zurückhaltend.
Schopper schätzte seine Leistung bescheiden ein: „Das war nicht so toll.“ Nachdem er beim Deutschland-Cup im November bei seinem ersten Länderspiel nach zwei Minuten ausgefallen war, spielte er diesmal in beiden Partien. Gegen Weißrussland saß er zweimal auf der Strafbank. Schopper: „Vielleicht war ich etwas übermotiviert.“ EHC-Coach Pavel Gross holte sich von Schopper und Kohl gleich Infos, war erleichtert: „Ganz wichtig ist, dass alle gesund zurückgekommen sind.“
Gegen die Schweiz war das 0:1 schon in der dritten Minute gefallen, die Abwehr stand, aber offensiv überzeugte das DEB-Team nicht, in dem neben Schopper auch viele andere Newcomer getestet wurden. Bundestrainer Jakob Kölliker: „Wir hatten zwar mehr und die besseren Chancen, doch der Puck wollte nicht ins Tor. Wir hatten viel Aufwand, aber wenig Ertrag.“ Dem nach seinem ersten Vollzeit-Länderspiel geknickten Schopper gab er Trost mit auf den Weg. Der Wolfsburger: „Er hat mir gesagt, das sei kein Weltuntergang.“
rau