Nicht beeindrucken lassen: EHC-Stürmer André Huebscher (kl. Bild) muss heute mit dem EHC in Hamburg ran, will trotz schwerer Trainingsverletzung spielen.
Im Zweikampf war Huebscher gestürzt, rappelte sich wieder auf und brach dann noch auf dem Eis fast zusammen. Was war passiert? Beim Sturz war Huebschers Kopf in die Kufe eines Mitspielers gerammt, von der Heftigkeit war er benommen, die Wunden bluteten stark. „So etwas kommt selten vor, es hätte böser ausgehen können“, seufzte Trainer Pavel Gross erleichtert, nachdem er den Zustand seines Schützlings überprüft hatte. Noch in der Kabine wurden Huebschers Wunden genäht, später ging es zum Zahnarzt. „Von den Schmerzen war ich zuerst benommen, jetzt geht es wieder“, meinte Huebscher später. „Die Zähne sind okay, ich werde wohl spielen können.“
In Hamburg prallen heute Welten aufeinander. Die Freezers (zehn Punkte aus den letzten zehn Partien) sind abgestürzt, der EHC (26 Punkte aus zwölf Spielen) ist das heißeste Team der Liga. Doch der Coach warnt: „Nach so einer Pause werden die Karten neu gemischt.“
Worauf er in Hamburg setzt, ist gegen die physisch starken Freezers klar: Einfaches Spiel, hohes Tempo. Um auch dort mal einen Bock umzustoßen. Wie es jüngst in Berlin gelungen war, wo Wolfsburg ewig nicht gewonnen hatte. Der letzte EHC-Sieg in Hamburg liegt lange zurück – und es gab nur zwei bei neun Niederlagen. Und meist schoss der EHC nur zwei Tore. Oder weniger.
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