Sein letztes Heimspiel in Wolfsburg: Mike Green (l. der heutige EHCer Benedikt Kohl) im Play-Off-Halbfinalspiel drei 2010. Zwei Tage später waren die Saison und seine Karriere vorüber.
2009/10 wurde, wie so oft, der Vorrunden-Erste am Ende nicht Meister. Das Schicksal, das 2011 dann Wolfsburg (gegen Berlin) ereilte, hatte die Eisbären 2010 getroffen. Die Berliner waren mit dem größten Vorsprung aller Zeiten (25 Punkte) durchs Ziel gegangenen. Wolfsburg hatte eine starke Saison gespielt, am letzten Spieltag noch Platz zwei an Frankfurt abgeben müssen. Mike Green erzielte 15 Saison-Tore – ein Wert, den er in der DEL nur einmal erreicht hatte. Doch seine beste Phase hatte er hinter sich, als es ernst wurde.
Play-Offs – die Berliner nahmen sie möglicherweise zu leicht. Was sollte gegen die Augsburger Panther schon passieren? Es passierte Erstaunliches. Der Vorrunden-Achte, der in den Pre-Play-Offs schon Mannheim ausgeschaltet hatte, erlegte die Eisbären im Viertelfinale.
Weil sich auch die Frankfurt Lions als Zweiter (gegen Ingolstadt) verabschiedet hatten, war Wolfsburg als Dritter der Hauptrunde das Top-Team im Feld, hatte nun scheinbar gute Karten – nämlich das erste Heimrecht im Halbfinale und im eventuellen Finale. Doch Augsburg siegte zum Halbfinalstart 3:2 n. V. in Wolfsburg, gewann dann sein erstes Heimspiel mit 1:0. Der EHC konterte mit einem 6:1, doch die erhoffte Wende war das nicht. Im vierten Spiel war mit 2:3 in Augsburg Endstation. Der Achte hatte nach dem Ersten auch den Dritten ausgeschaltet. Und Ex-National-Coach Hans Zach erfüllte in seinem letzten Jahr seine Mission in Hannover – der Vierte holte gegen die nun ausgelaugten Augsburger mit drei Siegen den deutschen Titel. Danach allerdings musste in Hannover der Etat ordentlich zurückgefahren werden. Wolfsburgs Toni Krinner übernahm Zachs Trainer-Amt. Trotz des überraschenden Ausscheidens hatte sich Wolfsburg in seinem erst vierten DEL-Jahr aber endgültig Respekt verschafft. Neuzugang John Laliberte hatte mit 28 Treffern nebenbei Platz vier der Torjägerliste belegt. Ingolstadts Thomas Greilinger feierte nach viel Verletzungspech sein bestes Karriere-Jahr, lag am Ende mit satten 38 Toren vorn.