Jubel 2007: Der EHC steigt in die DEL auf.
Pokal für den Aufstiegskapitän: Tim Regan (li.)
Schon 2006 hatte der Wiederaufstieg gelingen sollen, doch der EHC startete katastrophal. Toni Krinner, als Nachfolger von Bob Leslie im Traineramt, hatte nur einen Auftrag: Rein in die Play-Offs – sonst wird das mit der Halle nichts.
Es wurde alles gut.
Der EHC erreichte die Play-Offs, das Spielchen ging von vorne los. Aufstieg hieß der Plan. Und Leistungsträger, die ein Jahr zuvor einfach nicht in die Gänge gekommen waren, legten nun los: Todd Simon, Tim Regan, Keeper Chris Rogles etwa. Dauerbrenner Jan Zurek verbrachte mit einem Kreuzbandriss die Saison bis zu den Play-Offs im Wartestand.
Doch Wolfsburg war nur von einem Team zu stoppen. Von Kassel. Beide Heimspiele gingen verloren, eins knapp, eins klar. In Kassel schlug der EHC zurück, gewann einmal knapp, einmal 6:0.
Das war vielleicht schon das Omen für den Saison-Höhepunkt: Durch die Play-Offs marschierten Kassel als unangefochtener Erster und der EHC als souveräner Zweiter mit sieben Siegen. Im Finale reichten Wolfsburg winzige sechs Törchen für den Triumph: 1:0 in Kassel (Torschütze Förderlizenzspieler Andy Reiss von den Hannover Scorpions), 3:2 in eigener Halle (dreimal Todd Simon), 2:1 in Kassel (Michael Henrich, David Danner) – Wolfsburg war wieder in der DEL, mit einem beeindruckenden Durchmarsch.
Kassel kam ein Jahr später wieder.Und sonst: Herausragender Zweitliga-Torjäger war der heutige Berliner Eisbär Tyson Mulock (damals Essen). Zu den stärksten EHCern zählte Mattias Wikström, Preston Callander, Christoph Wietfeldt und Elvis Beslagic, Wolfsburg brauchte vier Torhüter (Rogles, Seamus Kotyk, Jan Münster und Sandro Agricola).
Zu den Zweitliga-Konkurrenten zählten noch Landsberg, München, Dresden und Bietigheim. DEL-Champion war mal wieder Mannheim, hatte auch schon in der Saison dominiert, was in der DEL ansonsten meist die Garantie dafür ist, dass es nicht zum Titel reicht. Siehe Wolfsburg 2011.