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Vorsfelde Zwei alte Häuser in der Meinstraße weichen neuen Wohnungen
Wolfsburg Vorsfelde Zwei alte Häuser in der Meinstraße weichen neuen Wohnungen
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17:00 12.07.2018
Abriss mitten in der Vorsfelder Altstadt: Bürger beschweren sich – aber die betroffenen Gebäude standen nicht unter Denkmalschutz. Quelle: Britta Schulze
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Vorsfelde

Erst ging ein Krachen durch die Obere Meinstraße in Vorsfelde, dann folgte ein Aufschrei aus der Bevölkerung: In nur wenigen Stunden haben sich zwei alte Gebäude oberhalb des Scharfrichterhauses in einen Schutthaufen verwandelt. „Wo ist der Denkmalschutz?“, fragen einige, rufen nach der Politik.

Kein Denkmalschutz

Die habe keine Handhabe, stellt Ortsbürgermeister Günter Lach klar: „Diese Häuser standen nicht unter Denkmalschutz. Der Ortsrat wird ja nicht in alle privaten Bauvorhaben mit einbezogen. Das geht doch auch gar nicht!“

Obere Meinstraße: Nur ein Schuttberg blieb von den beiden Geschäftshäusern. Quelle: Britta Schulze

Verschwunden sind ein Gebäude, in dem sich früher ein Eisenwarenhandel befand, und ein zweites, in dem bis zum Umzug ins Industriegebiet die Malerei Drewitz zu Hause war. Jetzt sollen drei Gebäude mit Wohnungen inklusive Tiefgarage entstehen – optisch angepasst an die umliegenden Häuser. Der Vorsfelder Bauherr, der zurzeit nicht persönlich erreichbar ist, musste die Pläne der Stadt vorlegen. Es gelten die allgemeinen Bauvorschriften.

Keine Verschärfung von Vorschriften

In Fallersleben wird gerade über eine erweiterte Erhaltungs- und Gestaltungssatzung diskutiert, um in Zukunft stärker auf Bauvorhaben auch außerhalb der Denkmalschutz-Vorgaben Einfluss nehmen zu können. Vorsfeldes Ortsbürgermeister betrachtet die geltenden Vorschriften in der Werderstadt als ausreichend für den Ensemble-Schutz der Innenstadt – er will auch der wirtschaftlichen Entwicklung keine Steine in den Weg legen. „Es ist ein Spagat“, sagt Lach, „was nützen schöne Fachwerkbauten ohne Menschen und Geschäfte?“

Weiterhin verteidigt er den in diesem Zusammenhang kritisierten Neubau für Biomarkt und Boarding-Wohnungen in der Amtsstraße. „Uns war wichtig, dass das Fachwerkhaus auf dem Gelände sowie der Durchgang von der Bushaltestelle in Richtung Schulzentrum erhalten bleiben. Dass hat der Investor zugestanden, obwohl er nicht verpflichtet gewesen wäre – es ist ja auch hier Privatgrund.“

Von Andrea Müller-Kudelka

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