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Wolfsburger Pflegekräfte Weihnachten im Einsatz

Sozialstation Vorsfelde Wolfsburger Pflegekräfte Weihnachten im Einsatz

Weihnachten Weihnachten bin ich zuhaus’ – aber erst müssen die Mitarbeiter der Sozialstation Vorsfelde an den Feiertagen Hilfsbedürftige versorgen.

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Auch an den Weihnachtstagen im Einsatz: Mitarbeiter der Sozialstation Vorsfelde. Pfleger Sven Brettschneider gehört auch zu dem Team.
 

Quelle: Roland Hermstein

Vorsfelde.  Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Familie. Doch manche müssen sich während des Festes zwischen Familie und Beruf aufteilen – wie die Mitarbeiter der Sozialstation Vorsfelde, die auch an den Feiertagen für Pflegebedürftige da sind.

Insgesamt zählt das Team der Sozialstation rund 45 Mitarbeiter. „Zwölf von ihnen sind an Weihnachten im Einsatz“, sagt Ramona Schulz, Leiterin der Sozialstation. Neun haben Früh-, drei Spätschicht. Auch an Heiligabend sowie den beiden Weihnachtsfeiertagen fahren die Pflegekräfte raus zu Patienten, waschen sie, ziehen sie an, machen Frühstück oder kochen, geben Spritzen oder Tabletten. An normalen Tagen bestimmt oft die von den Krankenkassen vorgegebene Taktung die Arbeit, „aber an Weihnachten ist es etwas ruhiger“, sagt Ramona Schulz. „Es ist schon eine andere Stimmung.“

Pfleger Sven Brettschneider bei Gretchen Kuhrs

Pfleger Sven Brettschneider bei Gretchen Kuhrs.

Quelle: Roland Hermstein

„Gottseidank“, sagt der Pfleger Sven Brettschneider. „Vor und den Weihnachtstagen ist es besinnlicher.“ Manche Patienten würden zu ihren Familien reisen, insgesamt habe er weniger Besuche vor sich als üblich. „Jetzt habe ich auch mal Zeit, um mit den Menschen zu reden“, betont er. Viele wüssten das zu schätzen und seien sehr dankbar dafür. Vor allem ältere Pflegebedürftige hätten das Problem, dass viele Angehörige weit weg wohnen würden oder es gar keine Verwandten mehr gebe. Das sorge bei einigen Patienten für eine depressive Stimmung. „Da versuchen wir natürlich, deren Stimmung aufzuhellen“, ergänzt Brettschneiders Kollegin Diana Perret. „Manche Leuten wollen reden, andere weniger.“

Allen gemein ist die Lust am Schenken: „Pralinen, Blumen, Weihnachtsgestecke, Wein, Schokolade – viele Klienten bedanken sich bei unseren Leuten für deren Arbeit“, berichtet Ramona Schulz gerührt. „Dabei dürfen wir Geschenke nur bis zu einem gewissen Wert annehmen. Aber es ist eine schöne Anerkennung für unser Team.“ Wobei auch die Mitarbeiter der Sozialstation ihren Patienten ein Geschenk zum Nikolaus machen. „Oft basteln wir etwas.“ Was sie auch schön findet: „Viele Klienten wollen, dass unsere Leute an Weihnachten schnell nach Hause zu ihren Familien kommen.“ Doch die haben in der Regel mit Weihnachtsarbeit keine Probleme: „Unsere Familien wissen ja seit langem, was wir machen“, sagt Diana Perret. Sie habe nach der täglichen Schicht Zeit für Tochter und Freund. Auch Sven Brettschneider feiert mit seiner Familie zwischen den Schichten Weihnachten: „Kein Problem.“ Eigentlich, so Brettschneider, feiere man auch mit allen Patienten ein wenig Weihnachten.

Von Carsten Bischof

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