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Wie kamen die Panzerminen in den Vogelsang?

Wolfsburg-Vorsfelde Wie kamen die Panzerminen in den Vogelsang?

Vorsfelde. Gleich zwei Panzerminen wurden bei Bauarbeiten im Gewerbegebiet Vogelsang gefunden und am Montag direkt vor Ort gesprengt. Es handelt sich ganz offenbar um Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg. „Es waren deutsche Tellerminen“, sagt Georg Grupe vom Kampfmittelbeseitigungsdienst.

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Vorsfelder Vogelsang: An der markierten Stelle lagen die beiden Panzerminen (kl. Foto), die am Montag gesprengt wurden.

Quelle: Matthias Leitzke

Die beiden Panzerminen hatten einen Durchmesser von 30 Zentimeter, waren jeweils mit etwa sechs Kilo Sprengstoff ausgestattet. Verlegt hatten deutsche Soldaten die Minen wahrscheinlich, um anrollende Panzer zu stoppen: Bei Belastung lösen die Druckzünder aus, es kommt zur Explosion. Die zerstört die Ketten der Panzer, die dadurch bewegungsunfähig werden. Die in Wolfsburg gefundenen, runden Tellerminen hätten laut Grupe bei einer Belastung ab etwa 150 Kilo ausgelöst. Landwirt Dittmar Scharenhorst hatte die Fläche jahrelang beackert - und laut Grupe ist es tatsächlich möglich, dass der Bauer mit seinem Trecker über die Minen fuhr, ohne dass die Minen explodierten.

Unfall nach der Evakuierung: Ein Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Vorsfelde kam von der Straße ab.

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Wie und wann genau der Sprengstoff aber in den Vogelsang kam, darüber lässt sich nur spekulieren. „In dem Buch ‚Krieg in der Heimat‘ von Ulrich Saft sind auf jeden Fall Kampfhandlungen in diesem Gebiet gegen Ende des Krieges beschrieben worden“, weiß Werner Strauß vom Stadtarchiv. Doch ob die beiden Panzerminen tatsächlich in Zusammenhang mit diesen Kämpfen stehen, ist wohl nicht mehr zu klären.

Die Gefahr, dass auch anderswo noch unentdeckte Bomben oder Minen im Boden liegen, besteht weiter. Deshalb werden vor Tiefbauarbeiten alle Flächen genau untersucht.

kau

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