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Wespennester muss man nicht entfernen!

Wespenbeauftragter klärt auf: Wespennester muss man nicht entfernen!

Viele Wolfsburger bekommen Panik, wenn sie ein Wespennest auf ihrem Grundstück entdecken. „Kein Grund zur Panik“, sagt Norbert Behrens, Wespenbetreuer der Stadt Wolfsburg. Wespen und Menschen könnten wunderbar nebeneinander her leben.

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Norbert Behrens: Der Wespenbeauftragte der Stadt plädiert für ein friedliches Miteinander.

Quelle: Sebastian Bisch

Vorsfelde. Leben und leben lassen: Nach diesem Motto lebt Norbert Behrens. Dabei bezieht der Vorsfelder das Motto nicht nur auf seine Mitmenschen, sondern auch – und vor allem – auf Bienen, Wespen und Hornissen. Denn wie ein problemloses Miteinander funktionieren kann, zeigt er am Beispiel eines Nachbarn.

Wespennenst

Wespennenst: „Wenn man Abstand hält, passiert nichts.“

Quelle: Sebastian Bisch

Norbert Behrens ist seit zig Jahren der ehrenamtliche Wespenbeauftragte der Stadt Wolfsburg. Als einer seiner Nachbarn in der Max-Valentin-Straße jetzt ein Wespennest direkt an seinem Garagentor entdeckte, wandte er sich hilfesuchend an Norbert Behrens. Der schaute sich das Nest genauer an und gab vorsichtig Entwarnung: „Es handelt sich um ein Nest der sächsischen Wespe Saxonia“, erklärt er. „Die ist nur bis Ende August/Anfang September aktiv und geht weder auf Lebensmittel, noch fliegt sie ins Haus.“ Durch das Öffnen des Garagentores ist ein Teil des Wespennestes abgerissen – Norbert Behrens hat das Heim der rund 300 Insekten mit Folie geflickt und den Nachbarn davon überzeugt, es am Garagentor zu lassen. „Das Nest muss ja nicht weg“, betont er. „Wenn man Abstand hält, passiert nichts.“ Leben und leben lassen. Zumal Wespen unter Naturschutz stehen.

Etwas aufdringlicher sind die Deutschen Wespen (gemeine Wespen) – die lieben Lebensmittel und suchen den Weg ins Haus. „Gut zu beobachten aktuell in Bäckereien, wenn sie sich auf Kuchen stürzen“, so Behrens. „Sie versorgen ihre Brut.“ Auch hier gilt: Kühlen Kopf bewahren. Denn: Wespen greifen nur an – und stechen –, wenn sie sich oder ihre Brut bedroht fühlen. Norbert Behrens demonstriert dies in seinem Garten, wo er gleich mehrere Wespennester hat. Er nähert sich den Tieren langsam und – wichtig – angst(schweiß)frei: Einige Insekten setzen sich auf seine nackten Arme, keine sticht zu. Auch ein Hornissennest hat er im Garten. Kein Problem. Leben und leben lassen.

Von Carsten Bischof

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