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Vorsfelderin (70) kämpft verzweifelt um eine Kur

Wolfsburg-Vorsfelde Vorsfelderin (70) kämpft verzweifelt um eine Kur

Vorsfelde. Beate Schneider versteht die Welt nicht mehr: Die 70-jährige Vorsfelderin leidet unter chronischen Schmerzen, ihr Hausarzt rät ihr dringend zu einer mehrwöchigen Kur - doch ihre Krankenkasse lehnte den Antrag mehrfach ab, ohne die Patientin je gesehen zu haben. Begründung: Sie könne sich Therapiemaßnahmen vor Ort verschreiben lassen. „Aber genau das klappt ja nicht“, sagt Schneider.

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Verzweifelt: Beate Schneider kämpft seit Monaten um eine Kur - und bekommt sie nicht.

Quelle: Photowerk (he)

Die Vorsfelderin leidet unter chronischen Rückenschmerzen, einer chronischen Harnwegentzündung und erhöhtem Blutdruck. „Ich bin seit Jahren in ärztlicher Behandlung“, berichtete sie. Linderungen gebe es - wenn überhaupt - immer nur kurzfristig.

Hinzu kommt: „Mein Mann ist schwer gehbehindert. Ihm zu helfen und ihn zu stützen schlaucht - aber ich bin ja gezwungen, körperlich fit zu bleiben.“ Physiotherapie, Akkupunktur, Schmerztherapie - alles habe sie auf Anraten ihres Hausarztes schon versucht, ohne großen Erfolg.

Im Gegenteil: Der Hausarzt rät der Vorsfelderin zur Vorsorge-Kurmaßnahme. Sie müsse endlich einmal raus aus ihrem sozialen Umfeld, Ruhe finden, sich körperlich und seelisch erholen - genau das sind laut Deutscher BKK die Voraussetzungen für eine Prophylaxe-Kur. „Aber wir sind an das Urteil des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen gebunden“, betont Sprecherin Janina Thom. Der habe Beate Schneider mehrfach begutachtet - nach Aktenlage. Ergebnis: Es bestehe keine medizinische Notwendigkeit für eine Kur. Sie solle weiterhin „wohnortnahe Therapiemöglichkeiten nutzen“. Persönlich gesehen oder untersucht hat der MDK Beate Schneider bis heute nicht...

bis

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