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Vorsfelder Johannesgemeinde wird 50 Jahre alt

Eine Kirche fehlt bis heute Vorsfelder Johannesgemeinde wird 50 Jahre alt

Früher war sie nur ein Anhängsel von St. Petrus/Heiliggeist, seit 50 Jahren ist sie selbstständig: die Vorsfelder Johannesgemeinde. Ein Gemeindezentrum gibt es, eine Kirche nicht.

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Er freut sich: Pfarrer Jörg Schubert lädt zum bunten Sommerfest ein.
 

Quelle: foto: Sebastian Bisch

Vorsfelde.  Die Vorsfelder Johannesgemeinde wird 50 Jahre alt: Am 1. Januar 1967 wurde sie eine eigenständige Kirchengemeinde mit einem eigenen Pfarrer. Vorher war sie nur der südliche Teil der evangelischen Kirchengemeinde St. Petrus.

Die Geschichte der Johannesgemeinde beginnt aber früher: „1962 wurde eine dritte Pfarrstelle eingerichtet, für den Vorsfelder Süden“, berichtet Jörg Schubert, seit 2000 Pfarrer der Johannesgemeinde. Vorher gab es nur die beiden Pfarrer für Vorsfelde und Wendschott. Im April 1964 übernahm Ernst Haase die neue Pfarstelle. „In einer schwierigen Zeit“, erklärt Schubert. „Der Propst war tot, die Wendschotter Pfarrstelle war unbesetzt – es gab viel zu tun.“ Denn schon 1964 war klar: Vorsfelde-Süd braucht ein Gemeindezentrum mit Kirche, denn die Gottesdienste fanden in der benachbarten Moorkämpeschule statt. Ein Jahr später stand ein Entwurf fest – der jedoch nicht verwirklicht wurde. „Beim Bau des Küsterhauses merkte man, dass das Grundwasser sehr hoch stand. Man brauchte Wochen, um das Wasser abzupumpen“, berichtet Schubert. Die Kosten stiegen, das Budget schmolz. Immerhin: Im Juni 1966 begann man mit dem Bau des Gemeindezentrums, am 31. Januar 1967 feierte man Richtfest, im März startete der Bau des Pfarrhauses – am 21. Oktober 1967 zog Ernst Haase ins Pfarrhaus. Die offizielle Einweihung des Gemeindezentrums erfolgte am 5. November 1967.

Doch der Freude folgt bald Ernüchterung: Die finanzielle Lage der Landeskirche verschlechterte sich, plötzlich war kein Geld mehr da für den Bau einer Kirche mit Glockenturm. Doch die Vorsfelder ließen sich nicht entmutigen: Sie gründeten einen Glockenfonds und sammelten fleißig Spenden. Mit Erfolg: Im März 1972 wurden die drei Glocken im neu gebauten Glockenturm eingeweiht. Die Kirche gibt es bis heute nicht.

1978 ging Pfarrer Ernst Haase in den Ruhestand, 1979 übernahm Joachim Goetze die Pfarrstelle. „Ihm waren das diakonische Profil und soziale Projekte sehr wichtig“, sagt Jörg Schubert. So entstanden unter seiner Regie der Anbau ans Gemeindezentrum und Altenwohnungen. Seit 2000 ist Jörg Schubert Pfarrer der Johannesgemeinde. Auch er ist dieses Jahr 50 geworden.

Von Carsten Bischof

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