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Vorsfelde: Andenken an Ludwig Klingemann

Historiker setzt sich für ein Denkmal ein Vorsfelde: Andenken an Ludwig Klingemann

In Vorsfelde gibt es die Klingemann-Straße und das Klingemann-Haus. Das aber reicht nicht hin, um das Andenken des von den Nazis verfolgten und schließlich getöteten früheren SPD-Lokalpolitikers zu würdigen, sagt Historiker Roland Beilner. Er fordert ein Denkmal für den Mann, dessen Todestag sich am 12. Juni zum 75. Mal jährt.

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Eine Klingemann-Straße gibt es schon: Für den Vorsfelder Historiker Roland Beilner ist das nicht genug, um das Andenken des Politikers in Ehren zu halten.

Quelle: Britta Schulze

Vorsfelde. Schon vor zwei Jahren sprach Beilner führende Vorsfelder Lokalpolitiker darauf an, die Reaktionen seien mehr als verhalten gewesen. „Für unsere politische Erinnerungskultur aber wäre es wichtig, Ludwig Klingemann die ihm zustehende Würdigung zukommen zu lassen“, sagt der Historiker. Klingemann, führender SPD-Lokalpolitiker vor Ort, wurde nach 1933 zum Angriffsziel der Nazis, denen er sich stets verweigerte. Er wurde zum „freiwilligen Rücktritt“ gezwungen und im Juni 1942 nach Schöningen verschleppt, wo er in einer Gaststätte schwer misshandelt und gefoltert wurde. Ludwig Klingemann starb an den Folgen, die Täter wurden nie verfolgt.

Eine Straße und ein Haus nach ihm benannt - das ist Roland Beilner zu wenig. In seinem politischen Denken und Handeln sei Klingemann seiner Zeit voraus und bereits mit den Vätern des späteren Grundgesetzes in Übereinstimmung gewesen, sagt Beilner. Seine Forderung: Ein Raum im Ludwig-Klingemann-Haus mit weiteren Informationen und Hintergründen über den Namensgeber - und ein Denkmal vor dem Vorsfelder Rathaus. Ein Denkmal, das nicht nur Klingemann mit dem Grundgesetz in der Hand zeigt, sondern auch Carl Grete. Der frühere Bürgermeister von Vorsfelde hatte sich schon zu seiner Zeit für die Einheit Deutschlands und für Meinungsfreiheit eingesetzt, wofür er verfolgt worden sei. Roland Beilner: „Vorsfelde hat in seiner Geschichte zwei Freiheitskämpfer, auf die es stolz sein kann.“

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