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Vorsfelde Viel los in Vorsfelde: Schifffahrtsamt bereitet sich auf den Winter vor
Wolfsburg Vorsfelde Viel los in Vorsfelde: Schifffahrtsamt bereitet sich auf den Winter vor
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00:18 17.11.2017
Weg mit den Sturmschäden: Arbeiter des Schifffahrtsamtes dünnen Gehölze am Kanalufer aus.  Quelle: Roland Hermstein
Vorsfelde

 Radfahrer und Fußgänger wundern sich: Auf den Schotterwegen am Mittellandkanal herrscht aktuell deutlich mehr Verkehr als sonst. Bagger, Laster und Kleintransporter fahren die Betriebswege rauf und runter. „Wir gehen ins Holz“, sagt Carmen Müller, Leiterin der Außenstelle Vorsfelde des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Uelzen. „Wir bereiten uns auf den Winter vor.“

Da hat der Bieber dran genagt. Quelle: Roland Hermstein
Carmen Müller hat alles im Griff. Quelle: Roland Hermstein

Für ihre 25-köpfige Mannschaft heißt das vor allem eins: Kontrolle. Sie kontrollieren Bäume und Sträuche entlang des Kanalufers zwischen Bergfriede und Sülfeld. „Wir schneiden das Ufer frei“, erklärt Müller. „Schiffe müssen freie Sicht auf Kurven und Schifffahrtszeichen haben.“ Allerdings greifen nicht nur Wind und Sturm das Gehölz an: „Auch die Biber sind sehr fleißig“, lächelt Carmen Müller. Und zeigt einen dicken Ast, der eindeutige Bissspuren aufweist. Bisher seien die fleißigen Nager eher im Drömling aktiv gewesen, doch jetzt, nach der Ernte, würden sie verstärkt am Kanal aktiv. Auch in Richtung Osten würden Mitarbeiter per Schiff (die „Ohre“) das Ufer auf „Biberfraß checken“.

In Wolfsburg beseitigt das Team gerade Sturmschäden: Per Bagger wird loses Zweigwerk zusammengefegt und gehäckselt. „Alles in Zusammenarbeit mit der Bundesforst“, betont Carmen Müller. Deren Förster habe sie auch auf den Brandkrustenpilz aufmerksam gemacht: ein sehr aggressiver Pilz, der Bäume tötet.

Doch auch auf dem Betriebshof in Vorsfelde herrscht Hochbetrieb: „Wir bereiten uns auf den Winterdienst vor“, erklärt die Technische Regierungsoberinspektorin. Silos mit Streumaterialien füllen, Räumgeräte checken, Bereitschaftsdienste einteilen – auch für Weihnachten, Silvester und Neujahr. Denn sollten Eis und Schnee kommen, ist Eile geboten: „Wir müssen die Sülfelder Schleuse und die Liegestellen eisfrei halten“, erklärt Müller. Bei den Liegestellen hilft notfalls der Eisbrecher „Seewolf“: Er bricht eine geschlossene Eisdecke auf, so dass Güterschiffe weiterhin fahren können. Die Liegestellen werden mit LKW inklusive Schneeschild und Streuanlage frei gehalten, die Schleuse mit einem Trecker. Und einer Sprudelanlage: „Warme Luft sprudelt aus der Schleusensohle heraus, damit die Schleusentore nicht einfrieren“, sagt Müller. Drücken Eismassen dagegen, können sie beschädigt werden. Außerdem kann sie ihren Prahm (antriebsloses Transportschiff) mit einer mobilen Heizung bestücken. Aber das Team um Carmen Müller denkt schon über Herbst und Winter hinaus: Spundwände müssen mit Steinen gefestigt werden, Taucher ein krummes Schild untersuchen, der Neubau des Betriebsgebäudes geplant werden. Zu tun gibt es immer etwas rund um den Mittellandkanal.

Von Carsten Bischof

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