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Verkehrsplanung sorgt für Streit zwischen Dörfern

Reislingen: „Mit Mohrs reden“ Verkehrsplanung sorgt für Streit zwischen Dörfern

Wenn die Verkehrsplaner der Stadt es den Reislingern und auch den Neuhäusern recht machen wollen, grenzt das an die Quadratur des Kreises. Die unterschiedlichen Vorstellungen wurde Montagabend einmal mehr deutlich, als Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) zur Veranstaltung „Mit Mohrs reden“ nach Reislingen eingeladen hatte.

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250 Besucher in der Mehrzweckhalle: Klaus Mohrs (r.) stellte Verkehrspläne vor - und musste zwischendurch um mehr Sachlichkeit bitten.

Quelle: Roland Hermstein

Reislingen. Es ging wieder um die Straßen- und Verkehrsplanung für das neue Riesenbaugebiet bei Nordsteimke mit bis zu 3000 Wohneinheiten. „Wir wollen die Lasten verteilen“, sagte Mohrs vor den rund 250 Zuhörern in der Reislinger Mehrzweckhalle. Der grundlegende Plan ist bekannt. Verkehr aus Süden in Richtung VW soll über die L290 und die Dieselstraße zum St.-Annen-Knoten fließen, der leistungsfähiger werden soll (WAZ berichtete). Kein angrenzender Ort solle über Gebühr neuen Verkehr ertragen müssen.

Knackpunkt ist der Bereich zwischen Reislingen und Neuhaus. Die Verwaltung würde gern die dortige Sandkrugkreuzung deutlich ausbauen oder noch lieber (Mohrs: „Das empfehlen wir“) die ganze L290 nach Osten in Richtung Neuhaus verschwenken - beginnend schon in Höhe Reislingen-Südwest. Die Stadt präsentierte gestern noch einen Kompromiss: Die Verschwenkung könne auch erst nördlich der dann auszubauenden Sandkrugkreuzung beginnen.

So oder so protestierten Neuhäuser, die sich wegen Lärms und Feinstaubs in ihrem Ort sorgen, gegen jede Art der Verschwenkung in ihre Richtung. Das brachte viele Reislinger auf die Palme, die schon jetzt über Lärm klagen. „Die Neuhäuser sollten sich mal in die Lage der Reislinger versetzen“, sagte ein Zuhörer. „Am lautesten schreien die Neuhäuser, die gar keinen Durchgangsverkehr haben“, ärgerte sich Ortsratsmitglied Jan Schroeder (PUG) aus Reislingen. Ein Neuhäuser schlug vor, die Sandkrugkreuzung zu untertunneln. Ein anderer ärgerte sich bei manchen Kommentaren über „Kindergarten-Niveau. Eine Reaktion: „Dann geh‘ nach Hause.“ Oberbürgermeister Mohrs bat um mehr Sachlichkeit.

Eine Lösung gab‘s gestern noch nicht. Als nächstes tagen wieder mehrere Ortsräte in einer Sondersitzung zu diesem Thema.

kn

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