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Tierfriedhof: Bald entsteht ein Friedwald

Eigentümer will Gelände verschönern Tierfriedhof: Bald entsteht ein Friedwald

Wenn Passanten in den nächsten Tagen einen Bagger auf dem Vorsfelder Tierfriedhof sehen, dann können sie beruhigt sein: Nein, dort wird kein Bauland ausgewiesen. Ja, der Tierfriedhof bleibt. Und er wird noch schöner und größer.

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Der Vorsfelder Tierfriedhof: Betreiber Uwe Horschig pflegt das Gelände mit Hingabe.

Quelle: Boris Baschin

Vorsfelde. Weil Eigentümer Uwe Horschig (65) kurz vor dem Ruhestand steht und künftig mehr Zeit für die Arbeiten auf dem Areal an der Kochsbreite hat.

Angefangen hat der Verwaltungsmitarbeiter 2001 mit der nördlichen Fläche. „Das erste Grab gibt es heute noch“, sagt er. „Und es ist immer noch top gepflegt.“ Eine Hecke umrahmt das 90 mal 50 Zentimeter große Grab von Hund „Blacky“, sein Frauchen legt regelmäßig frische Blumen aufs Grab. Jetzt, nach 15 Jahren, zählt Uwe Horschig 46 Reihengräber. „Dort liegen vor allem Hunde, aber auch Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen und zwei Vögel.“ Viele Gräber sind sehr gepflegt, manche trauernden Tierbesitzer kommen täglich ans Grab. Vor allem ältere Menschen, die nach zehn oder 15 Jahren ihr geliebtes Haustier verloren haben. „Nach so langer Zeit sind Tiere Familienmitglieder“, erklärt Uwe Horschig. „Zur Beerdigung kommt oft die ganze Familie.“ Viele kümmern sich regelmäßig ums Grab, auf einer Ruhestätte liegen schon weihnachtliche Tannenzweige. Kerzen brennen. Fast alle Stätten haben Grabsteine. Vor einiger Zeit hat Horschig einen Friedwald angelegt. „Dort werden heimische Bäume an die Gräber gepflanzt“, sagt er. Etwa Rubinien, Linden, Eichen, Ahorn, Buchen, Wildbirne und Wildapfel. Das komme bei vielen Trauernden sehr gut an. 16 Urnengräber gibt es dort bereits. Es gibt aber auch Platz für anonyme Bestattungen. Jeder wie er mag und kann.

Bevor der Winter kommt, will Uwe Horschig weitere Gräber ausheben. „Dafür habe ich den Bagger gekauft.“ Immerhin muss er 80 Zentimeter tiefe Gruben ausheben - per Hand eine sehr anstrengende Arbeit. Vor allem bei hartem Boden. „Man wird nicht jünger“, schmunzelt Horschig. Ans Aufhören denkt er aber noch lange nicht. „So lange es geht, mache ich weiter.“

bis

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