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Spannend: Bienenfan besuchte Imker in Äthiopien

Wolfsburg-Vorsfelde Spannend: Bienenfan besuchte Imker in Äthiopien

Vorsfelde . Wenn Willi Schedler referiert, hören die Bienenfreunde der Region genau zu. Denn der Vorsitzende des Kreisimkervereins Wolfsburg hat bei den Versammlungen im Vorsfelder Gasthaus „Zur Erholung“ viel zu berichten. Etwa von einer Imkerreise, die ihn jetzt nach Äthiopien führte.

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Imkern in Äthiopien: Die Tiere sind so aggressiv, dass afrikanische Bienenfreunde nur im Dunkeln an die Honigwaben kommen (r.). Die Schleudern sind technisch veraltet, aber wirkungsvoll.

„Das war ein Abenteuer“, sagt der 63-jährige Wolfsburger lachend. Drei Wochen lang besuchte er mit 13 weiteren deutschen Bienenzüchtern Imker in dem afrikanischen Bergland. „Die Natur dort ist sagenhaft“, schwärmt er. „Aber mit den dortigen Imkern möchte ich nicht tauschen.“

Das liegt nicht nur an der fehlenden technischen Ausrüstung der Bienenzüchter, sondern vor allem an der kleinen, aber fruchtbaren afrikanischen Honigbiene: „Die Tiere sind so aggressiv, dass die Imker nur nachts zu ihnen gehen.“ Eingehüllt in dicke Schutzkleidung und mit möglichst wenig Licht, um die Völker nicht zu reizen.

Der große Unterschied zu deutschen Imkern: „Die Äthiopier imkern nicht als Hobby, sondern weil sie Selbstversorger sind. Sie verkaufen oder tauschen ihren Honig auf dem Markt.“ Dabei ernten sie zweimal im Jahr: Es gibt einen hellen und lieblichen sowie einen dunkel-herben Honig. „Einige waren wirklich super“, so Schedler. Sehr beliebt in dem Land sei auch Met - ein besonderer Honigwein. „Die Menschen trinken ihn dort in gemütlicher Runde wie wir hier unser Bier.“

Willi Schedler besuchte mit seinen Kollegen auch einen afrikanischen Imkerkongress. „Abenteuerlich, aber interessant“, sagt er. „Wir haben viel gelernt in Äthiopien.“

bis

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