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Vorsfelde Sozialrahmenplan soll Mieter im Heidgarten schützen
Wolfsburg Vorsfelde Sozialrahmenplan soll Mieter im Heidgarten schützen
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06:00 05.12.2018
Heidgarten: Anwohner kritisierten die Erweiterungspläne für die Wohnblöcke – vor allem aus Angst vor Mieterhöhungen. Quelle: Boris Baschin
Vorsfelde

Ein Sozialrahmenplan soll helfen, die Interessen speziell der sozial schwachen Mieter im Vorsfelder Heidgarten auch nach Sanierung und Ausbau der Wohnblöcke zu schützen. Der Ortsrat empfahl unter diesen Voraussetzungen am Dienstag einstimmig die öffentliche Auslegung des neuen Bebauungsplans. Die Änderung soll es dem Investor Adler Real Estate ermöglichen, um weitere Geschosse aufzustocken.

Bürger können Stellung nehmen

„Die Auslegung erlaubt es jedem Bürger, die Pläne einzusehen und selbst Stellung zu nehmen“, erklärte Ortsbürgermeister Günter Lach (CDU). Er könne zwar Ängste verstehen, sehe aber vor allem Vorteile durch die versprochene Sanierung und Aufwertung. „Wir hatten selten einen Investor, der so auf die Mieter eingegangen ist.“ Kerstin Struth (SPD) forderte alle auf, sich bei Problemen beim Ortsrat zu melden. Sandra Straube (PUG) dankte Stadt und Immobiliengesellschaft für umfassende Informationen über Verkehr, Parkplätze, Statik und Härtefallregelungen in einer nichtöffentlichen Ortsrats-Sitzung und betonte: „Wir werden das Verfahren weiterhin kritisch begleiten.“

Gutachten für den Fuhrenkamp

Stark machen wollen sich die Politiker zudem dafür, dass es mit der Erschließung des Fuhrenkamp voran geht, der Gebiete mit bisher unterschiedlichen Bauvorschriften – zum Teil für Wochenendhäuser oder Lauben – umfasst. „Das hat oberste Priorität“, gab der Ortsrat der Vertreterin der Verwaltung mit auf den Weg. Geplant war, dass die Gutachten für einen regulären Bebauungsplan bis Ende 2018 vorliegen. Die Biotopkartierung dauert allerdings noch bis November 2019 – und ein Bauleitplanverfahren mindestens ein Jahr. Immerhin: Das Verkehrsgutachten sieht bei Einmündungen und Kreuzungen keine Probleme. Bis Ende Januar soll aber noch geprüft werden, ob die innenliegenden Straßen genügend Platz für Rettungsweg- und Parkplatz-Vorschriften bieten. Dass alles länger dauert als geplant liege daran, dass die Fachbüros schwer beschäftigt seien, hieß es. Straube signalisierte zwar Verständnis, wunderte sich allerdings: „Manch andere Baugebiete entwickeln sich potzblitz...“

Wege im Drömling

Horst Farny, Leiter des Wolfsburger Umweltamts, sprach vor dem Ortsrat in Vorsfelde über umstrittene Baumaßnahmen im Naturschutzgebiet Drömling (WAZ berichtete). Die Feldmarksinteressentschaft hatte die Instandsetzung der Wege in Auftrag gegeben; Naturschützer und Verwaltung sehen in der Maßnahme einen verbotenen Ausbau. Zurzeit läuft deshalb ein Gerichtsverfahren.

Barriere für flugunfähige Insekten

Es geht um eine Ordnungswidrigkeit – und vor allem um den Schutz eines einmaligen Naturraums, wie Farny dem Ortsrat erklärte. Mit Hilfe von Fotos machte er deutlich, warum Wege in dieser Art dem Drömling schaden. Erde und Substrat seien auf wertvollen Schilfflächen am Rand der Strecke abgeladen worden und die befestigten Flächen stellten „eine Barriere für Kleinstlebewesen dar“. Gerade in Zeiten, in denen die Welt über das Sterben von Insekten klagt, sei das erschütternd. Farny zeigte zum Vergleich einen nicht bearbeiteten Weg mit Spurrillen und Grasnarbe in der Mitte. Günter Pleil (CDU) fragte nach: „Sind denn diese Wege breit genug, dass sie mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt werden können?“ Farny erwiderte: „Das hat ja bisher auch geklappt.“ Ortsbürgermeister Günter Lach möchte sich jetzt die Sicht der Feldmarksinteressentschaft anhören und „bei der Vermittlung helfen“.

Ortstermin im Schulzentrum

Mit dem Schulzentrum im Eichholz will sich der Ortsrat im Januar nach einem Ortstermin beschäftigen. Das Gymnasium strebt Fünfzügigkeit an und alle Schulleiter klagen über den Sanierungsstau.

Von Andrea Müller-Kudelka

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