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Seit 61 Jahren aktiv: „Solange es geht, mache ich weiter!“

Eckhard Lange in der Freiwilligen Feuerwehr Seit 61 Jahren aktiv: „Solange es geht, mache ich weiter!“

Noch mehr Feuerwehrleidenschaft geht nicht: Der Reislinger Eckhard Lange (71) ist seit 61 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Damit nicht genug: Sohn und Enkelkinder hat er ebenfalls mit dem Feuerwehrvirus infiziert.

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Ehrenmitglied der Reislinger Feuerwehr: Eckhard Lange ist seit 61 Jahren aktiv dabei.

Quelle: Sebastian Bisch

Reislingen. Noch mehr Feuerwehrleidenschaft geht nicht: Der Reislinger Eckhard Lange (71) ist seit 61 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Damit nicht genug: Sohn und Enkelkinder hat er ebenfalls mit dem Feuerwehrvirus infiziert.

Der Beginn seiner eigenen Feuerwehrleidenschaft wurde im zarten Alter von zehn Jahren 1956 gelegt: „Ich fand Feuerwehr toll und bin als gebürtiger Vorsfelder in die dortige Jugendfeuerwehr eingetreten“, berichtet der 71-Jährige. „Feuerwehr war interessant, hat Spaß gemacht, dazu die roten Autos...“ - Lange blieb dabei. „Wir hatten tolle Leute damals, die sich um uns gekümmert haben.“ Mit 18 Jahren wechselte Lange zu den Aktiven und ging dann zur Bundeswehr: Der gelernte Landmaschinenschlosser war bei der Luftwaffe in Wunstorf stationiert, war Teil der Hydraulikeinheit. In dieser Zeit lernte er seine heutige Frau Angelika Smolarczyk kennen und zog nach Reislingen. „Natürlich bin ich damals der Freiwilligen Feuerwehr Reislingen beigetreten. 1974 war sein Soldatenzeit zu Ende: „Ich bewarb mich bei der Wolfsburger Berufsfeuerwehr und wurde genommen.“ Dort war er bis 2000 beschäftigt, schied dann aber aus gesundheitlichen Gründen aus, ist seitdem Rentner. Aber kein Feuerwehr-Rentner: Bis heute ist er in der Reislinger Feuerwehr aktiv, auch wenn er seit neun Jahren keine Einsätze mehr mitfahren darf - „die Altersgrenze lag bei 62 Jahren“, sagt Lange. Wegzudenken ist er aus der Reislinger Feuerwehr trotzdem nicht: „Ich berate immer noch das Kommando“, erklärt er. Aber viel wichtiger: Eckhard Lange ist seit 1995 Kopf der dortigen Kochgruppe. „Alles fing damit an, dass wir 1994 eine alte Gulaschkanone aus NVA-Beständen bekamen“, blickt Lange zurück. „Unsere Jungs haben sie aufbereitet und rot lackiert. Außerdem spendete uns Peter Telge einen alten Trecker seines Vaters. Der Deutz wurde ebenfalls rot lackiert.“ Seit rund 20 Jahren ist das Kochteam auf Veranstaltungen unterwegs, um Spenden für Bedürftige zu sammeln. 1. Mai, verkaufsoffene Sonntage, Stadtfeste - das Team um Eckhard Lange kocht Erbsensuppe und verkauft sie für einen guten Zweck. Ein Team, das mittlerweile über Wolfsburg hinaus bekannt ist und sogar Preise gewonnen hat. „Eigentlich ist die Kochgruppe ein Familienunternehmen“, sagt Lange lachend. Zum Team gehören neben ihm Sohn Nico Lange, Patenkind Yannik Hilscher sowie die Enkel Luca (17) und Hannah Jahn (12). „Manchmal schält auch meine Frau Kartoffeln.“ Die Nachfolge ist also geregelt. Ans Aufhören denkt Eckhard Lange trotzdem nicht: „Als Rentner musst du etwas zu tun haben“, schmunzelt er. Und wird dann ernst: „Solange es geht, mache ich weiter.“

bis

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