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Scharenhop: Pilotprojekt mit Startschwierigkeiten

Wolfsburg-Barnstorf Scharenhop: Pilotprojekt mit Startschwierigkeiten

Barnstorf. Schleppend gestaltete sich die Entwicklung im Baugebiet Scharenhop in Barnstorf, doch jetzt steht Wolfsburgs erste Siedlung ausschließlich mit Energiespar-Häusern kurz vor der Vollendung.

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Der Straßenendausbau läuft: Nach schleppendem Start sind im Barnstorfer Baugebiet Scharenhop mittlerweile alle 35 Bauplätze vergeben.

Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Bis Weihnachten läuft der Straßenendausbau. 30 Grundstücke sind verkauft, fünf Kaufverträge gerade noch in Vorbereitung. „Somit ist alles vergeben“, sagt Stadtsprecher Ralf Schmidt.

Wiktoria Stroh (35), die mit ihrer Familie im Juli eingezogen ist, erzählt: „Vor dem ersten Info-Abend gab es noch 800 Bewerber, aber nach und nach rückten wir auf der Warteliste weiter nach vorn.“ Was viele abschreckte, waren Auflagen und Kosten für Bauten mit 40-Kfw-Standard. Auch ein Termin bei einem Energie-Berater sei nicht leicht zu bekommen gewesen, berichtet die 35-Jährige. „Manchmal habe ich mich gefragt, ob die Stadt überhaupt will, dass Leute hier bauen.“

Diejenigen, die sich das Wohngebiet gezielt wegen der ökologischen Ausrichtung ausgesucht hatten, blieben in der Minderheit. Und selbst aus ihren Reihen kommt Kritik: „Viele bürokratische Hürden waren wirklich eine Katastrophe“, sagt eine Anwohnerin. Statt auf spitze Winkeldächer, die nur unnütz Heizkosten steigern, hätte die Stadt lieber stärker auf die Nord-Süd-Ausrichtung der Häuser achten sollen, meint sie. Denn dann könnten Solarzellen effektiver arbeiten.

Apropos Solarzellen: Warum die unbedingt in einem lückenlosen Rechteck angebracht werden müssen, versteht vor Ort niemand. Bei einem Haus mit Erker an der Südseite wurden sie wegen der fehlenden Ausnahmegenehmigung für eine Zweiteilung schließlich auf die Nordseite verlegt. Das ist zwar weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll - es widerspricht aber offenbar nicht den Vorschriften. In Sachen ökologisches Bauen und Planen müsse Wolfsburg „noch etwas üben“, bemerkt eine Hausbesitzerin spitz. Nun ja, es ist ja ein Pilotprojekt...

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