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Samuel Koch in St. Nicolai

Lesung in der Nordsteimker Kirche Samuel Koch in St. Nicolai

Der Schauspieler Samuel Koch, der seit seinem schweren Unfall bei „Wetten, dass...?!“ im Rollstuhl sitzt, las am Donnerstagabend in Nordsteimke Texte von Martin Luther.

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Luther einmal anders: Samuel Koch präsentierte in der St.-Nicolai-Kirche Martin-Luther-Texte. Darunter war auch Heiteres.

Quelle: Gero Gerewitz

Nordsteimke. Das war mal ein etwas anderer Martin Luther: Der Schauspieler Samuel Koch, der seit seinem schrecklichen Unfall bei „Wetten, dass...?!“ im Rollstuhl sitzt, zitierte Donnerstagabend in der Nordsteimker St.-Nicolai-Kirche Texte des Reformators und Theologen. Günther Graf von der Schulenburg hatte Koch zum Auftakt seines Klassik-Festivals Soli Deo Gloria nach Nordsteimke geholt.

Es war ein gelungener Auftakt. Denn Samuel Koch servierte dem Publikum in der ausverkauften Kirche nicht nur trockene Texte, sondern lieferte auch amüsante Zitate wie „Lieber Ratten im Keller, als Verwandte im Haus“, die jeder kennt, aber fast niemand ordnet sie Luther zu.

Und Koch plauderte munter mit dem Publikum. Er sei anfangs etwas irritiert gewesen, dass seine Luther-Lesung in einer Kirche, die St. Nicolai heißt, stattfinden soll. Doch Koch recherchierte und fand heraus, dass es keine wie er dachte katholische Kirche ist, sondern eine evangelisch-lutherische. Aber egal, meinte der sympathische Schauspieler, der Ensemblemitglied am Staatstheater Darmstadt ist: „Wenn Luther die katholische Kirche heute kennen würde, wäre er ohnehin für die Ökumene.“

Samuel Koch kam nicht allein nach Nordsteimke, er brachte seinen Freund und Organisten Bernhardt Brand-Hofmeister mit, der ihm Musikstücke lieferte. Luther und Orgel passen eigentlich nicht zusammen, weil sich der Reformator abfällig über Orgelmusik äußerte. Auch sonst sei der Reformator nicht nur nett gewesen, sprach zum Beispiel abfällig über das weibliche Hinterteil. „Er war der Kotzbrocken im Namen des Herrn“, meinte Koch. Aber: „Martin Luther haben wir vieles zu verdanken nicht nur die Übersetzung der Bibel.“ Das Publikum hatte viel Spaß bei der musikalischen Lesung. Es gab viel Beifall.

Von Sylvia Telge

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