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Propstei muss ihre Nachbarschaftshilfe einstellen

Wolfsburg Vorsfelde Propstei muss ihre Nachbarschaftshilfe einstellen

Vorsfelde/Velpke. Diese Entscheidung dürfte heftige Debatten auslösen: Die Propstei Vorsfelde stellt ihr Projekt Nachbarschaftshilfe („Alltagshilfe“) zum 1. September ein. Grund: Die Deutsche Rentenversicherung sieht darin Schwarzarbeit und fordert eine Umwandlung in Minijobs – doch das können sich Hilfsbedürftige nicht leisten.

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Stellen die Alltagshilfe ein: Tanja Klettke, Helmut und Christa Birkhahn und Gisela Meyer (v.l.).

Quelle: Photowerk (bas)

Gardinen aufhängen, Gartenarbeit, Begleitung bei Arztbesuchen, kleine Handarbeiten – „wir haben rund 300 Anrufe von Hilfesuchenden pro Jahr“, sagt Pfarrerin Tanja Klettke. „Unsere 25 Helfer leisten weit über 100 Stunden pro Monat.“ Für fünf Euro pro Stunde – nicht Lohn, sondern Aufwandsentschädigung. „Man hat ja zum Beispiel Benzinkosten“, sagt Helferin Gisela Meyer. Die Helfer sind im gesamten Propsteigebiet aktiv, von Rümmer bis Velstove.

Die Rentenversicherung fordert eine „Legalisierung“ der Alltagshilfe mit einer „Vergütung“ von neun Euro pro Stunde – „das können sich viele Hilfesuchende nicht leisten“, betont Pfarrerin Beate Stecher. „Sonst würden sie sich Gärtner oder Putzhilfe nehmen.“ Man sei auch nie Konkurrent von Pflegediensten gewesen: „Wir haben uns ergänzt“, so Klettke. „Sechs Jahre lang hat es gut funktioniert.“

Jetzt ist Schluss: Am Samstag, 20. August, um 17 Uhr gibt es einen Abschlussgottesdienst für Helfer in der Velpker St.-Andreas-Kirche.

bis

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