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Neuland-Verkäufe: Keine Änderungen für Mieter

Vorsfelde Neuland-Verkäufe: Keine Änderungen für Mieter

Die Planungen der Wohnungsgesellschaft Neuland, den kompletten Bestand von 418 Wohnungen in Vorsfelde in diesem Jahr zu verkaufen, versetzt Teile der Politik in Sorge.

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Im Austausch: Neuland-Geschäftsführer Hans-Dieter Brand (kl. Foto, M.) sprach mit Mitgliedern aus dem SPD-Ortsverein Vorsfelde-Wendschott am Montagabend über den geplanten Verkauf der 418 Wohnungen in Vorsfelde.

Quelle: Boris Baschin / Roland Hermstein

Vorsfelde. Der SPD-Ortsverein Vorsfelde-Wendschott sprach am Montagabend mit Neuland-Geschäftsführer Hans-Dieter Brand im Klingemannhaus darüber, welche Auswirkungen für die Mieter aus dem Vorhaben entstehen. Gute Nachricht: Für die Wohnungsinhaber soll alles bleiben, wie es ist.

„Wir wollen unseren Mietern größtmögliche Sicherheit bieten, auch wenn wir selbst kein Eigentümer mehr sind. Die bestehenden Mietverhältnisse werden mit allen Rechten und Pflichten auf die zukünftigen neuen Eigentümer übertragen“, betonte Hans-Dieter Brand. Zusätzlich würden die neuen Besitzer verpflichtet, Mieterhöhungen nur in gesetzlichem Umfang vorzunehmen. Auch eine Kündigung wegen Eigenbedarf des neuen Vermieters dürfe es nicht geben.

„Erfolgt der Verkauf der Wohnungen sozialverträglich?“, fragte SPD-Fraktionssprecherin Kerstin Struth. Dafür sei auch wichtig, dass die Investoren aus der Region kommen und einen Namen zu verlieren hätten, sagte Brand. „Wichtig ist uns, dass die Mieten in den betroffenen Häusern nicht steigen“, erklärte der stellvertretende Ortsbürgermeister Karl Haberstumpf (SPD).

In den vergangenen Tagen hatte es teils kritische Stimmen über eine zu späte Einbindung der Politik vor Ort in die Neuland-Pläne gegeben. Geschäftsführer Hans-Dieter Brand: „Uns war es besonders wichtig, zuerst die betroffenen Mieter zu informieren.“

Häuserverkauf soll in Paketen erfolgen

418 Wohnungen und damit ihren kompletten Bestand in Vorsfelde möchte die Neuland im Verlauf dieses Jahres verkaufen. „Wir haben insgesamt neun Pakete mit unterschiedlichen Wohnungen gebildet. Diese Pakete reichen von acht bis zu 150 Einheiten“, erläuterte Neuland-Geschäftsführer Hans-Dieter Brand.

Für die Zusammenstellung von Objekten, die überwiegend in den 1950er-Jahren gebaut wurden, seien bestimmte technische Gegebenheiten wie beispielsweise eine gemeinsame Heizung entscheidend gewesen. Die Neuland verpflichtet die neuen Eigentümer mit Blick auf Modernisierungenn dazu, dass diese nur in Absprache mit den Mietern erfolgen sollen.

Ausschlaggebend für die Verkaufsabsichten der Neuland waren Brand zufolge „Portfoliountersuchungen“. Derzeit beteiligt sich das Unternehmen am Bau von Wohneinheiten im Hellwinkel entlang der Reislinger Straße. Zusätzlich soll im März der Rückbau am Dresdener Ring beginnen.

„In Vorsfelde suchen wir Käufer, die bereit sind, in die Häuser zu investieren“, sagte Brand. Ein Verkauf an einzelne Mieter sei nicht geplant. So solle verhindert werden, dass sich Eigentümergemeinschaften bildeten. Diese würden dann nur noch gemeinsam über Modernisierungen entscheiden, was künftige Investitionen in die Bestände erschweren würde.

Der großflächige Verkauf ist für Neuland-Geschäftsführer Hans-Dieter Brand kein endgültiger Rückzug aus Vorsfelde: „Ich kann mir gut vorstellen, dass sich etwas ergibt, ohne dass es bereits einen konkreten Ansatzpunkt gibt.“

von Jörn Graue

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