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Neuhäuser wehren sich gegen mögliche Schnellstraße

Bürgerinitiative: Protest auf dem Sportplatz Neuhäuser wehren sich gegen mögliche Schnellstraße

„Schön hier ohne Autobahn“, „Wolfsburger zweiter Klasse“ und „Verkehr fair-teilen“ stand auf den Protestschildern. Damit drückten die Neuhäuser ihren Unmut über die mögliche Verschwenkung der L 290 aus. Am Samstag trafen sich rund 200 Anwohner zum Protest am Sportplatz.

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Flatterband und Protestschilder. Die Neuhäuser wehren sich gegen eine mögliche Schnellstraße nahe ihres Ortes. Ortsbrandmeister Lars Bollwien (unten) erklärte per Lautsprecher, wo die Trasse entlangführen könnte. Fotos: B. Baschin

Quelle: Boris Baschin

Neuhaus. Die noch junge, aber recht aktive und sehr kampfeslustige Bürgerinitiative gegen die geplante Schnellstraße nahe Neuhaus zeigte dort mit einem Flatterband, wo die Trasse entlang führen könnte.

In Hehlingen und Nordsteimke entstehen zwei große Baugebiet. Um den Verkehr sinnvoll in die Stadt zu leiten, gibt es Überlegungen die L 290 ab Hehlingen zu einer Art Schnellstraße auszubauen und zu verlegen. Die Sorge der Neuhäuser: Die neue Trasse störe die Idylle des Ortes, würde entweder sehr nahe an der Burg vorbeiführen oder das Sportgelände entzweien, dass dann von drei Seiten von einer Straße umschlossen wäre. „So oder so, Neuhaus wäre eingekesselt“, sagt SSV Neuhaus-Chef Günter Sager. Er hob gemeinsam mit Ortsbrandmeister Lars Bollwien und Frank Wolters von den Burgfreunden die Bürgerinitiative aus der Taufe, sammelt seitdem Unterschriften. Unterstützung erhalten sie von Nabu-Chef Michael Kühn, der auch in Neuhaus lebt.

„Wir werden unser Grundstück für kein Geld der Welt verkaufen“, sagte Sager am Samstag, als er mit Flatterband zeigte, wo die Straße langführen könnte; nämlich quer über eine Rasenfläche und einen Parkplatz. Beides gehört dem SSV. In den nächsten Tagen gebe es Gespräche mit der Stadt, „wir wollen in die Planungen miteinbezogen werden“, so Sager und gibt sich kämpferisch: „Wir fahren auch mit dem Trecker vors Rathaus, wenn es sein muss!“

Die rund 200 Neuhäuser, die am Samstag zum Teil mit Protestschildern die Aktion begleiteten, teilten Sagers Ansicht. Irmgard Schumacher (74): „Nicht auszudenken wie der Lärmpegel dann sein wird.“ Hans-Jürgen Bücking (75) „Für mich ist das Naturschändung.“ Christian Garszka (49): „Unsere dörfliche Idylle wird zerstört. Deswegen bin ich doch hergezogen!“ Karl-Heinz Janz (64): „Man verschandelt den Blick auf die Burg.“

jes

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