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Hohe Auflagen der Stadt: So wird Haltung von Pflegehunden schwierig

Wolfsburg Hohe Auflagen der Stadt: So wird Haltung von Pflegehunden schwierig

Velstove. Sandra Tigano ist verzweifelt: Sie möchte leidenden Tieren helfen und hat neben den drei Familienhunden, die dauerhaft bei ihr in Velstove leben, zwei Pflegehunde aufgenommen. „Aber von der Stadt Wolfsburg werden mir ständig neue Auflagen gemacht“, sagt sie. Hinzu kommen die Steuern - 168 Euro pro Pflegehund.

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Ein gutes Heim für Hunde in Not: Die Haltung von Pflegetieren wird Sandra Tigano (r.) aus Velstove durch hohe Auflagen der Stadt aber zunehmend erschwert.

Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Vor allem alte und kranke Hunde nehme sie auf, sagt Tigano. Zurzeit sind es der elf Jahre alte Terrier Anton sowie die blinde und herzkranke Möpsin Winfrieda. Die Hundesteuer wird in Wolfsburg pro Jahr kassiert: 96 Euro für den ersten Hund, 144 für den zweiten, 168 für jeden weiteren - ab dem zweiten Monat Aufenthalt. „Ich würde mir das sparen, wenn die Tiere dann die Pflegestelle wieder wechseln würden“, sagt die Velstoverin, „aber das kann doch keine Lösung sein.“

Seit 2009 unterstütze sie einen bundesweit tätigen Tierschutzverein, 22 Tiere seien seitdem vorübergehend bei ihr gewesen - in jedem Jahr lege die Verwaltung neue Steine in den Weg. „Ich sollte schon einen Sachkundenachweis vorlegen, Fotos von meiner Wohnung einreichen und sogar Gewerbe anmelden“, erzählt sie.

Ein Problem: Der Verein führt zum Teil Hunde aus anderen Ländern nach Deutschland ein, zum Beispiel ehemalige Zuchttiere aus der Slowakei wie Winfrieda. Das Veterinäramt verlangte deshalb zuletzt von Sandra Tigano einen Nachweis, dass sie sich in Bezug auf Tierseuchen schulen lassen hat. „Alle Impfausweise sind korrekt und die Hunde werden tierärztlich betreut“, betont sie und ergänzt: „Kontrollen sind wichtig, aber ich empfinde das Vorgehen langsam als Schikane.“

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