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Hitzige Diskussion: Verschwenkung der L290?

Verkehrskonzept in Reislingen vorgestellt Hitzige Diskussion: Verschwenkung der L290?

Die Reislinger Mehrzweckhalle war heute Abend rappelvoll, als die Stadtplaner Oliver Iversen und Ulrike Thumann dem Ortsrat Neuhaus/Reislingen Vorschläge zur künftigen Verkehrsführung vortrugen. Große oder kleine Verschwenkung der L290, Park & Ride-Anlage in Hehlingen - die Pläne lösten eine mehrstündige hitzige Debatte unter Politikern und Bürgern aus. Eine Entscheidung stand heute aber - noch - nicht an.

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Echte Ortsumgehung: Die große Verschwenkung würde in Höhe von Neuhäuser Sportplatz und Reislingen-Südwest beginnen.

Quelle: Boris Baschin

Reislingen. Iversen präsentierte den aktuellen Stand der Planung: Man könne die jetzige L290 (Zollstraße) zwischen Sandkrugstraße und Dieselstraße dreispurig ausbauen oder sie verschwenken. Die große Verschwenkung würde vor der Sandkrugkreuzung beginnen und in Höhe von Neuhaus „tiefergelegt“ - also eine Etage tiefer gebaut. Die kleine Verschwenkung würde an der Sandkrugkreuzung beginnen und über das alte Kieswerk führen. Beide Varianten würden auf die Dieselstraße münden - die vierspurig ausgebaut werden soll. Ulrike Thumann stellte den 500 Stellflächen umfassenden Park&Ride-Platz bei Hehlingen samt schneller Busverbindung in die City (Hauptbahnhof) vor.

Was viele Neuhäuser und Reislinger denken, brachte Günter Sager (SSV Neuhaus) wunderbar auf den Punkt: „Wir müssen aufpassen, dass uns die Nordsteimker nicht all ihren Verkehr rüberschicken.“ Man solle die Nordsteimker Straße genauso behandeln wie L290 und Dieselstraße. „Wir bekommen eine Stadtautobahn“, schimpfte CDU-Ortsrat Lars Bollwien. Er verlangte konkrete Zahlen: Wie sieht‘s mit Lärmschutz aus? Wie breit und teuer würden die Straßen werden? Entsteht mehr Verkehr?

Mit konkreten Zahlen konnte Straßenbau-Chef Iversen noch nicht dienen: Die könne man erst im Rahmen einer weiteren Planung liefern. Man rechne nicht mit einer deutlichen Zunahme der Verkehrsmenge. Und Lärmschutz hänge von der konkreten Planung ab.

Extraspuren für Busse statt Straßenbaumaßnahmen

Reislingen. Die sogenannte Verkehrskonzept Süd-Ost, das die Stadt gestern in Reislingen vorstellte (siehe Bericht oben), lässt für Reislinger und Neuhäuser viele Fragen offen.

Für Manfred Beiler, Anwohner der Sandkrugkreuzung, steht fest: „Wir wollen keinen Ausbau der Kreuzung.“ Er habe 150 Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt. Man sei für eine Verschwenkung.

Günter Sager, Chef des SSV Neuhaus, lehnt hingegen eine L290-Verschwenkung ab: „Hat mal jemand darüber nachgedacht, was das für unseren Sportplatz bedeutet?“

Andere Diskussionsteilnehmer sahen‘s pragmatischer: „Wieso verlegt man nicht die ganze Sandkrugkreuzung?“, wollte einer wissen. Straßenbauer Oliver Iversen: „Weil wir dann alle Straße verlegen müssten...“

Ein anderer fragte nach einem Tempolimit: Vermutlich 70 km/h bis zur Marie-Curie-Allee, ab dort 50 km/h.

Ein Dritter zweifelte die Verkehrsprognosen an: „Die Autoindustrie steht vor epochalen Veränderungen, Wolfsburg wird massiv Arbeitsplätze verlieren.“ Das sehe die Stadt nicht so, betonte Iversen. Durch Digitalisierung und E-Mobilität würden auch neue Arbeitsplätze entstehen.

Der frühere Neuhäuser Ortsbrandmeister Jürgen Rex hingegen schlug vor: „Warum baut man nicht überall Extraspuren für Busse? Wenn Pendler mit dem Bus doppelt so schnell sind wie mit dem Auto, nehmen sie den Bus.“

bis

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