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Günter Lach fordert Gerechtigkeit

Vorsfelde: Lösung für Bausünden gefordert Günter Lach fordert Gerechtigkeit

Seit Jahrzehnten duldet die Stadt illegale Bauten in den Kleingartenkolonien Birkenheide und Heidkämpe. Verweigert aber gleichzeitig Baugenehmigungen. Der Vorsfelder Ortsrat fordert eine schnelle Lösung für dieses Problem.

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Immer noch keine Baugenehmigung: Bernd Rummel hat ein Grundstück mit Haus gekauft (im Hintergrund) – darf auf dem Grundstück aber selbst kein Haus bauen.
 

Quelle: Britta Schulze (Archiv)

Vorsfelde.  Hintergrund: Rein rechtlich sind auf den Flächen zwischen Vorsfelde und Teichbreite nur Gartenhäuschen mit einer Fläche von maximal 60 Quadratmetern (je nach Grundstücksgröße) zulässig – doch viele Garten- und Wochenendhausbesitzer haben sich an diese Vorgaben nicht gehalten und deutlich größer gebaut (WAZ berichtete). Einige leben dort sogar, haben Strom- und Wasseranschlüsse und sogar Briefkästen. Die Verstöße gegen geltendes Baurecht werden von der Verwaltung seit Jahrzehnten geduldet. „Wir haben uns schon vor 20 Jahren mit dieser Thematik im Ortsrat beschäftigt“, sagt Lach.

Das Problem: Drückte die Verwaltung viele Jahre lang bei Bausünden ein Auge zu, schaut sie jetzt genau hin. Das bekommt etwa Bernd Rummel zu spüren: Er hat ein Grundstück mit Haus (!) in der Birkenheide gekauft und wollte ein neues Einfamilienhaus bauen – doch die Verwaltung erteilte keine Baugenehmigung. Begründung: Das lasse das geltende Baurecht nicht zu (WAZ berichtete). Das war vor mittlerweile zwei Jahren.

Nicht nur für ihn, sondern auch für Günter Lach ein unhaltbarer Zustand: „Doch bisher wurden wir von der Verwaltung immer wieder vertröstet.“ Bürger müssten dort endlich Rechtssicherheit haben. Für ihn steht Gerechtigkeit im Vordergrund: „Wir dürfen diejenigen, die sich ans Baurecht gehalten haben, nicht bestrafen.“ Er warte jetzt auf den Vorschlag der Verwaltung.

Die sieht dort laut Sprecher Ralf Schmidt „auf Grund der Entwicklung und der Nachfrage nach Bebauungsmöglichkeiten“ einen „grundsätzlichen Handlungsbedarf“. Er betont: „Die Verwaltung strebt an, ab Ende 2017 im Rahmen der personellen Ressourcen den Bereich Zum Fuhrenkamp, Birkenheide und Heidkämpe zu bearbeiten.“ Nach Eile hört sich das nicht an.
 

Von Carsten Bischof

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