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Vorsfelde Geretteter Jungschwan lebt sich in Leiferde ein
Wolfsburg Vorsfelde Geretteter Jungschwan lebt sich in Leiferde ein
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10:00 18.07.2017
Angekommen: Inge Bosch brachte den Jungschwan aus dem Vogelsang zum Nabu nach Leiferde. Dort wird er die nächsten zwei Monate aufgepäppelt. Quelle: privat
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Vorsfelde/Leiferde

Der namenlose Jungschwan, den die Vorsfelderin Inge Bosch und Revierpächter Michael Dinter im Vogelsang retteten, lebt sich jetzt im Artenschutzzentrum des Naturschutzbundes in Leiferde ein. Dass es ihm gut geht, bewies er den Mitarbeitern auch durch sein Verhalten: Als die ihn zum Kuscheln versuchsweise zu einer Ente brachten, protestierte er mächtig.

„Ihn zu den anderen Schwänen zu setzen, die wir bereits haben, können wir zurzeit noch nicht verantworten – er ist einfach noch zu klein und könnte sich nicht wehren, falls sie ihn angreifen“, erklärt Bärbel Rogoschik, Leiterin des Nabu-Zentrums. Normalerweise wärmen sich Jungtiere in diesem Alter noch im Gefieder der Mutter. „Ihr grauer Flaum hält Regen und Kälte nicht ausreichend ab“, erklärt Rogoschik. Auch deshalb sei es gut, dass der Jungschwan jetzt in Leiferde in den nächsten Wochen geschützt groß werden kann.

Gerettet: Die Schwanen-Waise versteckte sich im hohen Schilf vor Fressfeinden. Ohne den Schutz der Eltern waren die Überlebenschancen in freier Natur nur sehr gering. Quelle: Britta Schulze

Jäger Michael Dinter hatte dem Tier eine recht stabile Gesundheit bescheinigt. Vielleicht ist gerade seine Zähigkeit ein Grund dafür, dass er offenbar als einziges von vier Geschwistern übrig blieb. Dass das zweite Elterntier nach dem Tod des erwachsenen Partners nicht zum Nest zurückkehrte, um sich weiter um den Nachwuchs zu kümmern, bezeichnet die Biologin Bärbel Rogoschik als äußerst ungewöhnlich. Normalerweise teilen sich Weibchen und Männchen die Brutpflege. „Der zweite Schwan muss entweder sehr verwirrt sein oder er ist ebenfalls nicht mehr am Leben“, so die Nabu-Expertin.

Von Andrea Müller-Kudelka

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