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Vorsfelde Gehweg-Gestaltung empört Anwohner
Wolfsburg Vorsfelde Gehweg-Gestaltung empört Anwohner
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23:02 04.05.2018
Anwohner sind empört: Früher gab es eine Asphaltschicht, nach den Leitungsarbeiten wurde der Bürgersteig mit Mineralgemisch aufgefüllt und lediglich verfestigt. Quelle: Andrea Müller-Kudelka
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Vorsfelde

Die Anwohner der Straße „An der Kochsbreite“ in Vorsfelde können es nicht fassen: Statt eines geteerten Bürgersteigs haben sie jetzt einen Sandweg. Von der Stadtverwaltung hieß es auf Nachfrage der WAZ: „Es wurde absprachegemäß und wie durchaus im Stadtgebiet üblich Mineralgemisch verwendet, da die stark ausgeprägten Baumwurzeln keine erneute Asphaltierung zulassen.“

Nicht hübsch, aber zweckmäßig: So wie hier sah der Gehweg früher aus. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

An Baumstandorten werde auf eine Schädigung der Bäume möglichst verzichtet, heißt es weiter. Die Anwohner sind empört. Die Bäume habe der Asphalt seit 50 Jahren offensichtlich nicht gestört, sagen sie. Die Wurzeln zögen Wasser aus den Gärten, unter Rasen oder Blumenbeeten. Und Sand-Bürgersteige gebe es seit den 1960er Jahren nicht mal mehr auf den Dörfern.

Die meisten Bürger leben schon ebenso lange in der Vorsfelder Südstadt wie die Bäume stehen und haben mittlerweile das 80. Lebensjahr überschritten. Hulda Arndt etwa oder Heinrich und Rosemarie Amendt. Die beiden Frauen sind auf einen Rollator angewiesen. Sie schimpfen, dass sie einsacken. Dabei hatten sie auf Verbesserung gehofft, zum Beispiel durch abgesenkte Randsteine.

Stolperfallen: Karl-Heinz Barkofsky verweist auf viele Löcher und Kuhlen, die im Dunkeln nicht nur für die älteren Anwohner gefährlich sein könnten – es gibt nämlich keine Laternen. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Auch jüngere Nachbarn sind sauer. „Wie sollen wir hier Laub fegen oder Schnee schippen?“, fragen sich alle. „Die wollen bestimmt sparen, aber das muss doch ständig aufgefüllt werden“, überlegt Karl-Heinz Barkofsky. Zudem weist er auf Löcher in den Randbereichen zum Grünstreifen hin. Und das auf einem Gehweg, an dem es keine Laternen gibt. Die stehen nur auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Dort ist der Fußweg gepflastert – „seit etwa 20 Jahren, als Fernwärme verlegt wurde“, erinnert sich Inge Bosch.

Die andere Straßenseite: Hier wurde vor etwa 20 Jahren nach Erdarbeiten gepflastert. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Unter dem jetzt mit Mineral aufgefüllten Bürgersteig hatte die LSW Stromleitungen verlegt. Restarbeiten stünden noch aus, so die Verwaltung. LSW-Sprecherin Birigt Wiechert erläutert, es würden zwei Fernwärme-Anschluss-Deckel erneuert. Anwohner Hugo Esslinger hatte Bauarbeiter wegen der Stolpergefahr darauf angesprochen. „Die haben sich auch darüber gewundert, dass das hier so bleiben soll“, sagt der 88-Jährige.

„Die Situation ist schwierig“, sagt Ortsbürgermeister Günter Lach. Der Ortsrat habe darauf gepocht, dass Anliegern durch die Wiederherstellung keine Kosten entstehen. Die Verschlechterung sei aber – bei aller Liebe zur Umwelt – nicht hinnehmbar, meinen die Betroffenen. Neuer Teer wäre das Mindeste.

Von Andrea Müller-Kudelka

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