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Fund: Alter Gedenkstein an der St.-Petrus-Kirche

Wolfsburg-Vorsfelde Fund: Alter Gedenkstein an der St.-Petrus-Kirche

Vorsfelde. Oft, wenn Propst Matthias Blümel vom Propsteigebäude zur St.-Petrus-Kirche ging, blickte er nach links auf einen mit Efeu bewachsenen Hügel und fragte sich: „Wer wohl in diesem Grab begraben ist?“ Seit gestern steht fest: Der Hügel ist keine Ruhestätte, sondern ein Gedenkstein.

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St.-Petrus-Kirche: Propst Matthias Blümel, Historiker Heinrich Eckebrecht und Küster Jonas Roth (v.l.) legten den alten Gedenkstein frei.

Quelle: Photowerk (bb)

Heinrich Eckebrecht (74), früherer Mitarbeiter der Wolfsburger Stadtverwaltung und begeisterter Historiker, klärte den Geistlichen auf: „Ich bin an der Amtsstraße aufgewachsen. Den Hügel gab es schon bei meiner Einschulung 1947“, berichtete Eckebrecht. „Dort stand eine Tafel zum Gedenken an drei Vorsfelder, die im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gestorben sind.“ Allerdings dachten im Laufe der Jahre viele Vorsfelder, unter dem Hügel befinde sich ein weiteres historisches Grab - auf dem Kirchengelände gibt es einige.

Eckebrecht nicht. Er forschte im Braunschweiger Stadtarchiv nach den Namen und wurde fündig: Wilhelm Jeimke, Wilhelm Ludewig und Otto Böwing starben im Krieg. Gestern schnitt Küster Jonas Roth den Efeu-Hügel frei und legte eine Gedenktafel frei - mit den drei Namen. „Vermutlich ein Vorläufer des großen Kriegerdenkmals auf der gegenüberliegenden Ostseite der Kirche.“

Eckebrecht will weiter nach Namen forschen und Zusammenhänge klären. Propst Blümel versprach: „Wir lassen den Gedenkstein mit Sandstrahl reinigen. Vielleicht steht ja noch mehr drauf und wir lüften weitere Geheimnisse.“

bis

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