Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Flucht aus der DDR: Ein Pastorensohn berichtet

Wolfsburg-Reislingen Flucht aus der DDR: Ein Pastorensohn berichtet

26 Jahre nach dem Mauerfall könnten auch die letzten persönlichen Erinnerungen an alte DDR-Zeiten aufgearbeitet sein: Nicht so für Constantin Hoffmann, Pastorensohn, heute MDR-Rundfunkjournalist und offenbar DDR-Nostalgiker. Das aber nicht im Gedenken an das Regime, sondern ausschließlich an die Jugendzeit jenseits des eisernen Vorhangs: „Es war schön, es war spannend.“

Voriger Artikel
Einbrecher stiegen durch Kellerfenster ein
Nächster Artikel
St. Petrus feierte Auftakt fürs Jubiläumsjahr

Reislingen: Constantin Hoffmann berichtete über Fluchterfahrungen aus der DDR.

Quelle: Tim Schulze Wolfsburg

Reislingen. Vor kleinem Publikum in der Reislinger Markuskirche referierte Hoffmann am Samstag auf Einladung von Pfarrerin Dr. Antje Labahn. In munterem Vortrag interpretierte Hoffmann sein eigenes Buch „Ich musste raus“ aus dem Jahr 2009. Authentische Fluchtgeschichten lässt er hier noch einmal Revue passieren: Ein Freund floh im Faltboot über die polnische Ostsee nach Bornholm, ein anderer im doppelten Boden eines Mercedes.

Aber auch gescheiterte Fluchten, die in Ungarn oder der CSSR endeten. In regelmäßigen Stasi-Sonderflügen wurden diese Menschen zurückgebracht, schnurstracks ins Gefängnis. Hoffmann hatte es da etwas besser erwischt. Das Regime stimmte dem Ausreiseantrag des 22-Jährigen zu.

Schwierig ist es jedoch, die Fluchtgeschichten von damals mit den aktuellen zu vergleichen. „Sicher, damals wie heute suchen Menschen ein besseres Leben in Freiheit“, sagte Hoffmann. Allerdings sah er auch die Probleme und machte nicht sofort völlig dicht, wenn Ausdrücke wie Pegida, Lügenpresse oder Schwindelpolitik fielen. „Nicht alle, die auf die Straße gehen, sind Rechtsradikale“, wusste Hoffmann aus eigenen Recherchen in Sachsen. Da seien Überzeugungsarbeit und transparente Politik notwendig. „Mit Rassisten allerdings rede ich nicht“.

bhe

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Vorsfelde

Hier lesen Sie die Sonderveröffentlichungen von AZ und WAZ zu vielen interessanten Themen. mehr

Borth im Radio - der wöchentliche Talk mit WAZ-Chefredakteur Dirk Borth auf radio21

Dirk Borth, der Chefredakteur der Wolfsburger Allgemeinen ist jetzt jeden Freitag um 16.30 Uhr bei Radio21 zu hören. "Borth im Radio" - aktuelle Kommentare aus der Region. mehr

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr

Wolfsburg: Spektakulärer Sonnenuntergang