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Falscher Dachdecker betrügt Brackstedter

Opfer will andere warnen Falscher Dachdecker betrügt Brackstedter

Ein falscher Dachdecker prellt einen Brackstedter um einen fünfstelligen Betrag. Andreas Slabon: „Ich war zu blauäugig. Jetzt will ich andere davor warnen, ebenfalls zu naiv zu sein.“

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Opfer von Betrügern: Andreas Slabon aus Brackstedt will andere vor den falschen Dachdeckern warnen.

Quelle: Britta Schulze

Brackstedt. Eigentlich war Andreas Slabon vorsichtig: Der Brackstedter wollte einen Erker auf sein Dach haben und hat sich von verschiedenen Firmen aus der Region Angebote eingeholt. Darunter auch von einem (angeblichen) Dach- und Fassadenbauer aus Peine. Der warb in Zeitungen um Kunden und bekam den Zuschlag – und entpuppte sich als übler Betrüger. „Jetzt habe ich den Ärger und will andere Menschen vor Betrügern warnen“, sagt der 52-jährige Familienvater.

Sein wichtigster Ratschlag: „Nicht so blauäugig sein wie ich.“ Dabei schien zunächst alles in Ordnung zu sein: Andreas Slabon gab Geld für Material, der Dachdeckertrupp rückte an und legte los. Irgendwann verlangte der Firmenchef wieder Bargeld – der Brackstedter zahlte. „Einmal habe ich mich gewundert, dass er das Geld an den ganzen Bautrupp verteilte“, sagt Slabon. Kurze Zeit später war der ganze Bautrupp weg. Er rief die Firmen-Telefonnummer an – doch die gab es nicht mehr. Er recherchierte: „Die Firma gibt es in Peine gar nicht...“ Das Ergebnis: Ein fünfstelliger Geldbetrag weg und jede Menge Baumaterialien – „nur Brennholz“, so Slabon – vor dem Haus. Er hat den Fall Polizei und Rechtsanwalt übergeben. Mit wenig Hoffnung auf Wiedergutmachung: „Ein Arbeitskollege ist vermutlich auf dieselbe Firma hereingefallen.“ Auch in dem Fall ermittele die Gifhorner Polizei. „Bei denen ist der Dachdecker sehr bekannt...“

Für Wolfsburgs Polizeisprecher Sven-Marco Claus ein Fall, der immer wieder vorkommt: „Vor allem im Frühjahr und Sommer.“ Sein Tipp: „Man sollte sich bei örtlichen Firmen informieren und sich einen Kostenvoranschlag geben lassen. Gibt es später Probleme, kann man eventuelle Regressansprüche vor Ort geltend machen.“ Die Erfahrung der Polizei: „Beim fahrenden Handwerker zahlt man viel für nicht fachgerecht durchgeführte Arbeit.“

Diese Erfahrung machte auch Andreas Slabon: Er beauftragte eine neue (seriöse) Dachdeckerfirma – doch die betonte gleich: Man müsse erst alles abreißen, ehe man fachgerecht loslegen könne. In diesen sprichwörtlichen sauren Apfel muss Andreas Slabon jetzt beißen. Aber ohne Bargeld im Voraus zu bezahlen...

Von Carsten Bischof

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