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Ehepaar Witten durchquerte Asien per Rad

Wolfsburg-Vorsfelde Ehepaar Witten durchquerte Asien per Rad

Vorsfelde. Nach 17 Monaten kehrten Karin Klaus-Witten und ihr Mann Fritz Witten von ihrer „Weltradeln“-Tour aus Japan zurück. WAZ-Redakteurin Andrea Müller-Kudelka sprach mit ihnen.

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Sengende Hitze, schwindelnde Höhen: Fritz und Karin Klaus-Witten durchquerten auf dem Weg nach Japan mit dem Rad 22 Länder.

WAZ: Welche Länder haben sie am meisten beeindruckt?

Klaus-Witten: Schon Europa war beeindruckend. Diese Eindrücke wurden natürlich später von anderen überdeckt. Aber die Türkei zum Beispiel war wunderbar.

Witten: Die meisten Länder sind anders als wir es erwartet hatten. Die Menschen sind besser als ihr Ruf. Im Iran gab es eine unglaubliche Gastfreundschaft; das hätten wir nie gedacht.

Klaus-Witten: Anstrengend war es dort nur durch die Bekleidungsvorschrift. Nach sechs Wochen hatte ich genug, habe gleich hinter der Grenze das Kopftuch abgenommen. Eine tolle Erfahrung war dann der Pamir, einer der höchsten befahrbaren Pässe.

WAZ: In Japan, weiß man aus ihrem Internetblog, haben sie zu Fuß auch den Fujiyama bestiegen. Ist Bergsteigen eine neue Leidenschaft?

Klaus-Witten: Keinesfalls!

Witten: Nach dem Abstieg hatten wir Muskelkater.

WAZ: Nach wie vielen Kilometern beginnen denn die Schmerzen auf dem Rad?

Witten: Wenn man jeden Tag fährt, kein Problem. Nur in Laos war mein körpereigenes Sitzpolster weg; da hatte ich Schwielen, bis die Verpflegung besser wurden.

WAZ: Ansonsten blieb die Tour verletzungsfrei?

Klaus-Witten: Bei einem unglücklichen Sturz in Goa habe ich mir eine Rippe gebrochen.

WAZ: Kein Grund abzubrechen?

Witten: Zu Hause tut‘s ja auch weh. Eine Grenzerfahrung war Turkmenistan - 500 Kilometer in vier Tagen bei 50 Grad.

Klaus-Witten: Da hatte ich zum ersten Mal Mühe, aufs Rad zu steigen. Wir brauchten zum Schluss ein Taxi zur Grenze.

WAZ: Kommt man sich als Paar eigentlich näher?

Klaus-Witten: Es ist ein intensives Paartraining. Es gibt immer wieder Reibungspunkte - aber man geht Kompromisse ein. Zwei- oder dreimal haben wir uns verloren, ohne Handyempfang. Das war unangenehm.

WAZ: Und was bleibt nach Ende der Tour?

Klaus-Witten: Ich sehe deutlicher, in was für einem tollen, grünen Land wir leben. Wir haben viele Ideen für das Thema Verkehr mitgebracht. Und wir wissen, wie wenig wir zum Leben wirklich brauchen.

Witten: Es relativiert sich einiges. Nur eines hat uns den ganzen Weg begleitet: Müll.

Klaus-Witten: Wir werden versuchen, unser Leben noch Müll-ärmer zu gestalten.

WAZ: Wird es ein Buch über ihre Erlebnisse geben?

Klaus-Witten: Wir haben das im Hinterkopf, aber nicht jeder kann Bücher schreiben. Es wäre vielleicht eine Mutmachgeschichte. Wir haben rund 120 andere Rad-Reisende getroffen - wir waren die ältesten.

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