Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Vorsfelde Die erste Generation erzählt vom Eberfest
Wolfsburg Vorsfelde Die erste Generation erzählt vom Eberfest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:05 18.07.2018
Eberfest: Auch heute wird’s phasenweise eng, aber wegen Brandschutz-Vorschriften stehen jetzt die meisten Buden in der Langen Straße Quelle: Britta Schulze
Vorsfelde

Das Vorsfelder Eberfest gibt es seit Jahrzehnten – aber niemand weiß genau, wann es zum allerersten Mal stattfand. Klar ist: Es begann als kleines Straßenfest. Mittlerweile ist es eine Riesenparty. Es gibt aber noch Menschen, die sich an die Anfänge erinnern können. Sie wollen auch bei der neuesten Auflage am Freitag und Samstag, 27. und 28. Juli, mitfeiern.

Eberfest-Urgesteine erinnern sich: Rosi Rogaß (v.l.), Manfred Mundt, Günter Lach und Daniel Timmas vor dem Haus in der Meinstraße, wo einst alles begann. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Rosi Rogaß ist eine Frau der ersten Stunden. „Das Möbelhaus Behrens wollte damals einen Tag der offenen Tür veranstalten, Elke Dietze hatte nebenan ihren Blumenladen. Tja, und wir sollten eine Bierbude besorgen“, erinnert sie sich. Die Geschäfte gibt’s längst nicht mehr. Aber das Eberfest blieb – auch wenn es sich im Lauf der Zeit verändert hat.

Beim Eberfest spielt die Musik: In den 1990er Jahren stand er mit seiner Band noch auf, jetzt steht er jedes Jahr als Gast vor der Bühne: Der gebürtige Vorsfelder Jürgen Habrom. Quelle: Archiv

Aus der einen Bierbude wurde bald eine ganze Getränke-Meile – und an allen Zapfhähnen standen früher Familie und Freunde von Horst und Rosi Rogaß. Am Rogaßschen Haus in der Meinstraße 20 wurde das Disco-Zelt mit Haken im Fachwerk befestigt. Auch Mieter Manfred Mund, der dort noch immer wohnt, stand damals direkt vor seinem Wohnzimmerfenster hinter der Theke. Hier herrschte immer am meisten Gedränge. Meist sogar mehr als vor der Hauptbühne mit Livemusik an der Kreuzung bei Familie Wunsch. Und irgendwann so viel, dass es wegen der fehlenden Flucht- und Rettungswege keine Genehmigung mehr gab.

Schwiegersohn Daniel Timmas erinnert sich: „Mit 17 habe ich das erste Mal geholfen.“ Heute ist er 46, seit fast 25 Jahren mit Rosis Tochter Katrin verheiratet – und gehört zu denjenigen, die das Fest am Leben erhalten. Natürlich in einer Bierbude, gewöhnlich am Kirchplatz. „Wir haben seit ich 17 war nur ein einziges Eberfest verpasst“, sagt er.

Die Hände zum Himmel: DJ Thorsten Nieß weiß, wie die Gäste in Vorsfelde am liebsten feiern. Er ist seit Jahrzehnten dabei. Quelle: WAZ

Ortsbürgermeister Günter Lach war anfangs nur Besucher, doch vor einigen Jahren, als die Veranstaltung vor dem Aus stand, machte auch er beim Organisationsteam mit. „Früher war es familiärer“, erinnert sich Lach. Sämtliche Anwohner organisierten fleißig mit. Mittlerweile kümmert sich ein Team von „Vorsfelde live“ darum – allerdings auch ehrenamtlich. Rosi Rogaß fühlt mit ihren Nachfolgern: „Niemand kann sich wirklich vorstellen, wie viel Arbeit dahintersteckt“, sagt sie.

Bewohner der Meinstraße bauten anfangs einfach auf dem Hinterhof oder vor der Haustür Tische auf und luden zum Kaffeetrinken ein, erinnert sich Lach. Elke Dietze gehörte dazu und erlebte einmal, dass ein Paar direkt vor ihrer Hautür tanzte. „Meine Enkel, die damals noch sehr klein waren, schauten ziemlich überrascht“, sagt die 87-Jährige. Wenn sie vom alten Eberfest erzählt, leuchten ihre Augen: „Es war wunderbar!“ Heute sei es anders – aber trotzdem: Ein Gang über die Festmeile gehöre einfach dazu.

Auch Hiltrud Levis (r.) blickt auf über 30 Jahre Ebersfest zurück. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Den lässt sich auch Hiltrud Levis nicht nehmen. „Seit 32 Jahren bin ich beim Eberfest“, sagt sie. Anfangs als Besucherin, später arbeitete sie: Eiscafé und Trattoria Levis an der Ecke zur langen Straße bieten seit einigen Jahren eine Caipirinha-Bar an. Trotzdem schaffte es Hiltrud Levis immer über die Festmeile zu schlendern und Freunde zu treffen – das will sie auch diesmal tun. „Früher war es kuschliger und noch persönlicher“, findet sie. Dafür gibt es heute nicht mehr ganz so viel Gedränge: Zwei von drei Bühnen stehen in der Langen Straße, ebenso ein großer Teil der Buden. Die Obere Meinstraße ist nicht mal mehr bis zur Hälfte einbezogen; das Haus mit der Nummer 20 und das von Elke Dietze liegen jetzt ein ganzes Stück hinter der Festmeile.

Von Sylvia Telge und Andrea Müller-Kudelka

Wendschott hat seit fünf Jahren eine Kinderfeuerwehr. Damit ist sie die zweite Wolfsburger Wehr, die eine extra Abteilung für die ganz Kleinen hat.

20.07.2018

Ein Anbau für weitere Klassen- und Fachräume – bis zum Start des Schuljahres 2019/20 soll das Projekt an der Grundschule Wendschott abgeschlossen sein.

19.07.2018

Das Problem verstärkt sich: Immer wieder gibt es Fehlalarme, weil Rauchmelder nicht ausreichend gewartet werden, beklagt die Feuerwehr Vorsfelde. Zuletzt ging am Freitag die Anlage im DRK-Seniorenzentrum los.

16.07.2018