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Vorsfelde Bluttat: Angeklagte hat stundenlangen Filmriss
Wolfsburg Vorsfelde Bluttat: Angeklagte hat stundenlangen Filmriss
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23:59 31.08.2016
Prozessauftakt nach dem Messerstich im Vorsfelder Eck: Die 28-jährige Angeklagte mit ihrem Anwalt Frank Waschke vor dem Landgericht. Quelle: Kevin Nobs / Archiv
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Das ist vor allem dem alkoholbedingten Filmriss der 28-Jährigen in der Tatnacht wie auch den nebulösen Besitzverhältnissen des Vorsfelder Ecks geschuldet.

„Was an dem Abend abgelaufen ist, ich wüsste es auch gern, aber ich weiß es nicht“, sagte die Wolfsburgerin, die im weißen Zweiteiler auf der Anklagebank saß, unter Tränen. Immerhin ergaben die stundenlangen Zeugenaussagen gestern ein recht rundes Bild.

Dabei versuchten Richter, Staatsanwältin, Verteidiger und der Anwalt des Nebenklägers vor allem, die Hintergründe zu klären, die die junge Frau dazu getrieben hatten, ihrem 52-jährigen Bekannten ein Messer in die Brust zu rammen. Der Mann hatte in einer Notoperation gerettet werden müssen (WAZ berichtete).

Die Crux sind die Besitzverhältnisse des Vorsfelder Ecks. Und die klingen etwa so: Das spätere Opfer hatte dem Lebensgefährten (59) der 28-Jährigen 16.000 Euro zum Kauf der Kneipe überlassen. Die beiden Männer sind auch bei Gastronomiebetrieben in Fallersleben und Calberlah Partner. Das Vorsfelder Eck lief aber auf den Namen der 28-Jährigen. Sie wähnte sich als Chefin - bis die Männer sie aus der Kneipe abzogen. „Um sie zu schützen“, erklärte gestern ihr Lebensgefährte. Sie habe sich nicht immer gut geschlagen, manchmal mit Gästen etwas getrunken, statt andere zu bedienen.

Dass die zwei Geschäftspartner der Frau „ihr Baby“ (O-Ton Lebensgefährte) wegnahmen, habe sie nicht verkraftet. In der Tatnacht feierte sie Geburtstag, es floss viel Alkohol. Irgendwann gingen ihr die Nerven durch: Sturzbetrunken fuhr sie ins Vorsfelder Eck und stach auf den 52-Jährigen ein.

Das Landgericht setzt die Verhandlung am Montag, 5. September (9 Uhr), fort. Dann sagen Polizisten aus.

von Kevin Nobs

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