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Vorsfelde Neue Autowaschstraße: Der Streit eskaliert
Wolfsburg Vorsfelde Neue Autowaschstraße: Der Streit eskaliert
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13:38 11.03.2018
Der frühere Kiebitzteich: Hier soll eine jetzt eine Autowaschstraße gebaut werden. Quelle: Roland Hermstein
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Vorsfelde

Der Vorsfelder Ortsrat fühlt sich von der Stadtverwaltung nicht ernst genommen. Mit Blick auf die Genehmigung für den Bau der Autowaschstraße an der Helmstedter Straße sagte Ortsbürgermeister Günter Lach (CDU) am Dienstagabend während er öffentlichen Sitzung: „Ich überlege, ob ich das Rechtsamt der Stadt Wolfsburg einschalte.“ Von der Arbeit der Verwaltung sei er „sehr, sehr enttäuscht“.

Hintergrund: Auf der Fläche des früheren Kiebitzteiches will das Mühlheimer Unternehmen imo eine Autowaschstraße bauen (WAZ berichtete). 1995, so Lach, habe die Wolfsburger Stadtverwaltung eine Befestigung und Bebauung der Fläche nicht genehmigt, die damalige Teilverfüllung sei rechtswidrig gewesen -und die Stadt habe es geduldet. Der Ortsrat habe eine Bebauung des Geländes abgelehnt.

Er wundere sich, so Lach, wieso plötzlich eine Baugenehmigung möglich sei. SPD-Fraktionssprecherin Kerstin Struth verwahrte sich gegen den Vorwurf von Grundstückseigentümer Dirk Hoffmann, der Ortsrat betreibe „Stimmungsmache“: „Der Einzige, der Stimmungsmache betreibt, ist der Eigentümer.“ Man werde „genau hinsehen“, ob sich der Investor an alle Vorgaben halte – und jeden Verstoß der Verwaltung melden. Einhellige Meinung der Ortsratsfraktionen: Aus Umwelt- und verkehrlichen Gründen hätte man die Autowaschstraße dort nicht genehmigen dürfen. Stadtvertreterin Ireen Hoferichter betonte hingegen: „Das Vorhaben entspricht öffentlichem Baurecht. Dann hat der Investor einen Rechtsanspruch auf die Baugenehmigung.“ Umweltamtsleiter Horst Farny sprang ihr zur Seite: „Wir haben alle Gutachten sorgfältig geprüft.“ Außerdem hätten sich rechtliche Grundlagen geändert. Nach der öffentlichen Sitzung stellte der Investor sein Vorhaben hinter verschlossenen Türen vor.

130 neue Wohnungen für Vorsfelde

Neben der Autowaschstraße an der Helmstedter Straße hatte der Vorsfelder Ortsrat noch andere Themen auf der Tagesordnung.

So votierte er bei zwei Gegenstimmen für die Schaffung von rund 130 zusätzlichen Wohnungen im Heidgarten. Ein Investor will die vorhandenen Wohnblöcke an Hermann-Löns-Straße, Zum Heidgarten und Lüneburger Ring sanieren und zum Teil um ein weiteres Geschoss erhöhen. Zudem sollen weitere Häuser zwischen den Wohnblöcken entstehen. „Konkrete Planungen gibt es aber noch nicht“, betonte Susanne Reinhardt (Bauplanung).

Im Heidgarten: Ein Investor will einige Wohnblöcke um ein weiteres Geschoss aufstocken und neue Gebäude bauen. Quelle: Britta Schulze

Mit einer Gegenstimme gab der Ortsrat zudem dem Haushalt 2018 und der mittelfristigen Finanzplanung grünes Licht. Bedingungen des Ortsrates: Das Vorsfelder Rathaus muss saniert und die Sanierung der Eichholz-Hallen geplant werden. Sauer war Werner Reimer (CDU) auf die Verwaltung: „Die Verbreiterung der Carl-Grete-Straße war schon beschlossen und finanziert – und jetzt wird doch nicht gebaut. Dort muss etwas passieren.“ Die Stadt hat die Maßnahme wegen der klammen Haushaltslage verschoben.

Zustimmung gab es auch für das Aufstellen einer neuen Ampel an der Kreuzung Mühlenweg/Obere Tor (bei „Penny“). Werner Reimer wies darauf hin, dass die jetzige Ampel aus Richtung Westumgehung blende – das sollte mit der neuen Ampel abgestellt werden.

Von Carsten Bischof

Die geplante, umstrittene Autowaschstraße an der Helmstedter Straße sorgt weiter für Wirbel: Entgegen der Ankündigung von Ortsbürgermeister Günter Lach (CDU) kommt der Investor am Dienstag doch in den Vorsfelder Ortsrat (18.30 Uhr, Schützenhaus) – er stellt seine Pläne allerdings in einer nicht-öffentlichen Sitzung vor.

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