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Vorsfelde Ärger wegen der neuen Hausaufgabenbetreuung
Wolfsburg Vorsfelde Ärger wegen der neuen Hausaufgabenbetreuung
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16:08 09.10.2017
Zweifel am neuen Konzept: Seit 1989 betreut Ute Benitz Kinder an der Vorsfelder Heidgartenschule.   Quelle: Carsten Bischof
Vorsfelde

 Ute Benitz ist sauer. Seit 1989 arbeitet sie als Lernbegleiterin mit nicht deutschsprachigen Kindern an der Vorsfelder Heidgartenschule. Sie würde gerne weitermachen – aber die Stadt hat das Betreuungssystem an Wolfsburger Schulen umgestellt und die Stundenzahl pro Betreuer deutlich reduziert. „Das funktioniert so nicht“, seufzt die 62-Jährige.

Worum geht’s? Seit 1979 gibt es bei der Stadt Wolfsburg die koordinierte Hausaufgabenhilfe – ein Förderangebot vor allem für Kinder, die Deutsch nicht als Muttersprache haben. Betreuerinnen wie Ute Benitz haben als Honorarkräfte gearbeitet. Zunächst dreimal pro Woche nachmittags, aktuell mal vormittags und mal nachmittags: „Wegen des Ganztagsunterrichts“, so Benitz. Sie betreut acht Kinder, eine Kollegin ebenfalls.

Doch jetzt hat die Stadt „aus rechtlichen Gründen“ die Betreuung dem Verein „Tabula“ übertragen und arbeitet nur noch mit ehrenamtlichen Bildungspaten zusammen, die maximal 2400 Euro pro Jahr als „Aufwandsentschädigung“ bekommen dürfen. Auch Ute Benitz ist nun als Bildungspatin aktiv – „doch der Freibetrag von 2400 Euro war bereits im September aufgebracht. Ich kann also meine acht Kinder nicht mehr betreuen.“ Stadtsprecher Florian Reupke betont: „Es wird eine Übergangslösung geben. Ab 2018 spielt sich das dann in der Planung ein.“ Eine Festanstellung der Bildungspaten sei aus didaktischen und rechtlichen Gründen nicht mehr möglich. „Das neue Konzept sieht vor, dass auch Studierende der TU Braunschweig als Bildungspaten im Rahmen von Praktika zur Verfügung stehen werden“, sagt Reupke. Für Ute Benitz der falsche Weg: Feste Betreuer seien besser als wechselnde.

Von Carsten Bischof

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