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VW Aktuell Zukunftspakt bei Volkswagen vor dem Aus?

Medienbericht Zukunftspakt bei Volkswagen vor dem Aus?

Der VW-Zukunftspakt steht laut einem Medienbericht möglicherweise vor dem Aus. Der VW-Betriebsrat habe die Zusammenarbeit bis auf weiteres eingestellt, berichtet das „Manager-Magazin“ unter Berufung auf Konzernkreise.

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Volkswagen: Der Zukunftspakt wurde im November vereinbart und steht möglicherweise schon vor dem Aus.

Quelle: RONNY HARTMANN

Wolfsburg. In einem Brief an Markenchef Herbert Diess werfen die Arbeitnehmervertreter der VW-Spitze demnach vor, der Vorstand habe wiederholt gegen den Pakt verstoßen.

Unterschrieben sei der Brief unter anderem von Betriebsratschef Bernd Osterloh und seinem Stellvertreter Stephan Wolf. Der VW-Betriebsrat bestätigte am Mittwoch der WAZ: „Es ist richtig: kaum ist die Tinte unter den Verträgen trocken wird hier seitens des Markenvorstands eklatant gegen Vereinbarungen und Geist des Zukunftspaktes verstoßen. Damit ist die Vertrauensbasis, die es zur Umsetzung des Zukunftspaktes braucht, schwer vom Vorstand beschädigt worden“, sagte ein Sprecher der VW-Arbeitnehmervertreter.

Der Betriebsrat stehe zu den im Zukunftspakt gemachten Zusagen. „Anscheinend meint Herr Diess, dass er dies nicht tun muss. Und dies trotz mehrfacher Gespräche zu dem Thema. So kann es nicht weitergehen“, sagte der Sprecher des VW-Konzernbetriebsrats.

In dem Brief an Markenchef Diess kritisieren die Arbeitnehmervertreter laut „Manager Magazin“, der VW-Vorstand habe die Personalleiter angewiesen, bis Juni 2017 auf jeden Personalaufbau zu verzichten. Damit fielen, anders als vereinbart, 1500 freie Stellen weg. Von dem Einstellungsstopp betroffen seien auch Zukunftsbereiche. Zusätzlichen Streit soll es um den Abbau von Leiharbeitern geben.

Der VW-Betriebsrat verlangt dem Bericht zufolge eine Antwort bis zum 13. Februar. Die Vorstände würden aufgefordert, sich an die Vereinbarungen des Pakts zu halten. Bis dahin stellt der Betriebsrat laut „Manager Magazin“ unter anderem sämtliche Gespräche über die 40-Stunden-Woche und die Reduzierung der Ausbildungsplätze ein. Anträgen auf Mehrarbeit werde man vorerst nicht mehr zustimmen, heißt es.

Reaktion des Unternehmens

Das Unternehmen zeigte sich zunächst unbeeindruckt. "Der Zukunftspakt wird erfolgreich umgesetzt", teilte ein Sprecher mit. "Davon sind wir unverändert fest überzeugt." Auf dem Weg werde es auch Diskussionen mit unterschiedlichen Positionen geben, die aber gemeinsam geklärt würden. Mit dem "Zukunftspakt" getauften Sparprogramm soll die renditeschwache Kernmarke des Wolfsburger Konzerns auf mehr Profit getrimmt werden.

Weltweit sollen in den kommenden Jahren 30.000 und in Deutschland 23.000 Stellen wegfallen. Andererseits sollen 9000 Jobs neu geschaffen werden, um VW in Zukunftstechnologien zu stärken.

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