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Volkswagen Konferenz mit Nobelpreisträger steigt in der Autostadt
Wolfsburg Volkswagen Konferenz mit Nobelpreisträger steigt in der Autostadt
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10:24 07.11.2018
Friedensnobelpreisträger Prof. Muhammad Yunus: Er lädt zum Global Social Business Summit in die Wolfsburger Autostadt ein. Quelle: Volkswagen
Wolfsburg

Mobilitätsangebote, die für alle zugänglich, aber auch nachhaltig sind; Maßnahmen zur Stärkung von Solidarität vor dem Hintergrund weltweit wachsender Unsicherheit; Möglichkeiten zur Verankerung von Sport als gesellschaftliche Bindungskraft – diese und weitere Aspekte gehören zu den Fokusthemen des diesjährigen Global Social Business Summit (GSBS), der diese Woche in der Wolfsburger Autostadt stattfindet.

VW-Personalvorstand erwartet wichtige Signale

Der Volkswagen-Konzern unterstützt die jährlich stattfindende Konferenz seit der Gründung im Jahr 2009 zum dritten Mal. „Ich bin sicher: Der Global Social Business Summit wird nicht nur inspirierend auf den Volkswagen-Konzern in einer wichtigen Phase seiner Transformation wirken, sondern auch weit über Wolfsburg hinaus Signale für ein weltweites Umdenken in Richtung sozial und ethisch verantwortlicher Geschäftsmodelle senden“, sagt VW-Personalvorstand Gunnar Kilian. Bereits jetzt bezieht allein das VW-Werk in Wolfsburg Bauteile, Vormontage-Tätigkeiten sowie Dienstleistungen von fast 40 sozialen Einrichtungen aus der Region wie Diakonien, Lebenshilfen oder Sozialwerken.

Global Social Business Summit 2017: Dieses Jahr steigt die internationale Konferenz wieder in der Wolfsburger Autostadt. Quelle: The Grameen Creative Lab

Konferenz tagt zum dritten Mal in der Autostadt

Rund 800 Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft werden vom 6. bis 9. November in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stammsitz des Volkswagen-Konzerns Perspektiven für soziales wirtschaftliches Handeln diskutieren. Nachdem die letzten Treffen in Österreich, Malaysia, Mexiko und Frankreich stattfanden, begrüßt das von Friedensnobelpreisträger Prof. Muhammad Yunus und Hans Reitz begründete Grameen Creative Lab die internationalen Teilnehmer in diesem Jahr zum dritten Mal in der Autostadt.

Muhammad Yunus gilt als Vordenker von Social-Business-Modellen

Yunus hatte in den 1980er Jahren in Bangladesch die Vergabe von Mikrokrediten für mittellose Bevölkerungsgruppen eingeführt, um damit die Armut in dieser Region zu bekämpfen. Er gilt als Vordenker von Social-Business-Modellen – Unternehmen, die ihre wirtschaftlichen Aktivitäten mit der Verpflichtung verbinden, die unternehmerische Innovationskraft auf die Lösung drängender sozialer Probleme hin auszurichten.

Yunus: „Es ist an der Zeit, dass wir unsere Kreativität, unseren Reichtum und unsere Ressourcen nutzen und die Bedürfnisse aller Menschen in den Mittelpunkt unseres persönlichen und auch wirtschaftlichen Denkens und Handelns stellen. Das von mir vorgestellte Konzept ‚Social Business‘ ist ein neues Geschäftsmodell, das Nachhaltigkeit und eine humane Geisteshaltung in die bestehende Wirtschaftstheorie einbringt.“

Social Business sei nicht nur ein wesentliches Instrument zur Lösung der Krisen der Menschheit, so der Nobelpreisträger. Es sei auch Ausdruck der menschlichen Kreativität. „In den letzten neun Jahren hat uns der Global Social Business Summit inspiriert, gemeinsam eine Reise zu unternehmen, um alles zu erreichen, was wir uns vorstellen. “

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