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Volkswagen Volkswagen kündigt Umstiegsprämie an
Wolfsburg Volkswagen Volkswagen kündigt Umstiegsprämie an
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21:01 02.08.2017
Kündigte eine Umstiegsprämie an: Volkswagen-Chef Matthias Müller am Mittwoch nach dem Diesel-Gipfel.  Quelle: dpa
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Wolfsburg/Berlin

 Das kündigte VW-Chef Matthias Müller am Mittwoch im Anschluss an den Dieselgipfel an. Details zu den Prämien der einzelnen Marken will VW in den nächsten Tagen bekannt geben.

„Vom heutigen Tag wird ein deutliches Signal ausgehen“, sagte Konzernchef Müller nach dem Dieselgipfel in Berlin. Volkswagen werde seinen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität leisten, um sicherzustellen, dass Bürger weiterhin mit ihren Autos in die Innenstädte fahren könnten.

Eine Komponente ist das Software-Update von rund vier Millionen Fahrzeugen des Konzerns. Diese Zahl an Autos könne nachgerüstet werden, sagte ein VW-Sprecher am Mittwoch. Das Update zur besseren Abgasreinigung werde für Kunden kostenlos sein.

Volkswagen muss wegen des Skandals um manipulierte Dieselmotoren ohnehin über 2,5 Millionen Autos umrüsten – diese sind in den vier Millionen Fahrzeugen enthalten. Bislang ist früheren Angaben zufolge bei etwa 1,9 Millionen Autos das Update aufgespielt. Die Tochter Audi will nach Angaben von Ende Juli angesichts der Diskussion um Diesel-Fahrverbote europaweit bis zu 850.000 Fahrzeuge nachrüsten lassen, in Deutschland sind es rund eine halbe Million Autos, die ebenfalls zu den genannten vier Millionen zählen. Dazu kommen weitere etwa 900.000 Autos, die sich aus den VW-Transportern T5 und T6 überwiegend mit Euro-5-Abgasnorm sowie mehreren Modellen etwa von Seat oder Skoda zusammensetzen.

Technische Umbauten an älteren Diesel-Fahrzeugen schloss Müller dagegen aus: „Wir halten es für ausgeschlossen, Hardware-Nachrüstungen vorzunehmen.“

Volkswagen wird sich außerdem anteilig an einem Fonds „Nachhaltige Mobilität für die Stadt“ im Gesamtumfang von 500 Millionen Euro beteiligen. Dieser soll den Stadtverkehr moderner und sauberer machen und individuelle Pläne für die 28 am stärksten betroffenen Regionen in Deutschland finanzieren.

Von Redaktion/dpa

Die Ergebnisse des Dieselgipfels in Kürze

Der Dieselgipfel hatte das Ziel, Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Städten zu vermeiden. Ob das klappt, ist umstritten. Fest steht, was die deutschen Autobauer und die Politik nun tun wollen:

  • Insgesamt sollen rund 5,3 Millionen Euro-5- und Euro-6-Diesel durch Updates der Motor-Software sauberer werden: 3,8 Millionen von Volkswagen, über 900.000 von Daimler, über 300.000 von BMW und weitere von Opel. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) kritisierte aber, dass sich von ausländischen Herstellern nur wenige beteiligten. Bei VW sind knapp 2,5 Millionen Diesel, die schon im Pflicht-Rückruf sind, eingerechnet.
  • Der Stickoxid-Ausstoß der Fahrzeuge soll so im Schnitt um 25 bis 30 Prozent sinken, sagen die Hersteller - 30 Prozent müssen es sein, sagt Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD).
  • Die Autobauer versprechen, dass für die Autobesitzer keine Kosten entstehen und die Nachrüstung keinen Einfluss auf Motorleistung, Verbrauch und Lebensdauer haben wird.
  • Die Hersteller wollen Besitzer älterer Diesel - Euro-4 oder weniger - mit Prämien motivieren, neue Diesel oder E-Autos zu kaufen.
  • Ein Fonds „Nachhaltige Mobilität für die Stadt“ im Umfang von 500 Millionen Euro soll den Stadtverkehr moderner und sauberer machen und individuelle Pläne für die 28 am stärksten betroffenen Regionen in Deutschland finanzieren. Bund und Hersteller zahlen in gleichen Teilen ein.
  • Förderprogramme werden aufgestockt, um den Umstieg auf E-Mobilität zum Beispiel bei Nutzfahrzeugen und Bussen zu beschleunigen und Rad- und Schienenverkehr voranzubringen - dafür kommt der Bund auf.
  • Expertenrunden sollen sich weiterhin mit dem Thema Nachrüstungen an den Motor-Bauteilen selbst, der Hardware, befassen.

dpa

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hat nach dem Dieselgipfel andere Verursacher schädlicher Emissionen an ihre Verantwortung erinnert. Beispielsweise dürfe sich die Energiewirtschaft „nicht aus der Verantwortung stehlen“, sagte Osterloh am Mittwoch.

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