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Volkswagen Stellenabbau möglich: VW will drei Milliarden Euro einsparen
Wolfsburg Volkswagen Stellenabbau möglich: VW will drei Milliarden Euro einsparen
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18:04 06.12.2018
Jahresabschlussgespräch 2018Die Marke Volkswagen wird ihre Transformation mit noch mehr Tempo vorantreiben. Quelle: Volkswagen AG
Wolfsburg

„Es gibt Modellvarianten, die kauft kein Mensch“, sagte Ralf Brandstätter, der als „Chief Operating Officer“ das Tagesgeschäft der Marke leitet, am Donnerstag. Auch beim Personal sehe das Unternehmen noch Sparpotenzial „entlang der demografischen Kurve“.

Weiterer Stellenabbau bei Volkswagen möglich

Konkrete Zahlen über den bereits bekannten Stellenabbau hinaus wurden in der Wolfsburger Konzernzentrale nicht genannt. Gespräche mit dem Betriebsrat über sozialverträgliche Lösungen würden aber geführt. Ein Sprecher des Betriebsrats bestätigte erste Gespräche. Es sei aber viel zu früh, um Aussagen über irgendwelche Größenordnungen zu machen.

Jahresabschlussgespräch bei VW: Weiterer Stellenabbau möglich

Auch wenn Personalvorstand Gunnar Kilian zuletzt angekündigt hatte, dass es keinen „Zukunftspakt II“ geben werde, wurde gestern klar, dass weitere Sparmaßnahmen bis 2023 nochmal 3 Milliarden Euro einbringen sollen. Bekannt war schon, dass Ende 2018 eine Einsparung bei den jährlichen Kosten von 2,2 Milliarden Euro erreicht werden soll. 2020 sollten die Kosten in Deutschland laut Plan dann um 3 Milliarden Euro gesunken sein.

Produktivität soll um 30 Prozent steigen

Volkswagen will vor allem seine Kernmarke VW Pkw schneller profitabler machen. Brandstätter kündigte an, dass die Marke in Europa im kommenden Modelljahr 25 Prozent der Motorgetriebevarianten streiche. Kleinere Autos würden als Einsteigermodell oft mit einem Schaltgetriebe und eher nicht mit einer Automatik bestellt. Darauf werde das Unternehmen nun reagieren. Auch die Produktivität in den Werken soll um durchschnittlich 30 Prozent steigen.

Renditeziel: Mindestens sechs Prozent bis 2022

„Wir sind zuversichtlich, dass wir unser Ziel einer operativen Rendite von mindestens sechs Prozent bereits im Jahr 2022 erreichen, drei Jahre früher als geplant“, sagte Marken-Finanzvorstand Arno Antlitz. Zu einem besseren Ergebnis der Marke sollen auch die im Herbst 2016 vereinbarten Sparmaßnahmen des „Zukunftspakts“ weiter beitragen.

Abbau von 23.000 Stellen in Deutschland

Dazu zählt der Abbau von bis zu 30.000 Stellen, 23.000 davon in Deutschland. 5600 Stellen davon seien bereits abgebaut, berichtete Brandstätter. Zudem sind ihm zufolge 9300 Verträge für Altersteilzeit bereits unterschrieben. Im Gegenzug sollen 9000 Stellen etwa in der Software- und Batterie-Entwicklung entstehen. Davon seien 2000 Arbeitsplätze geschaffen worden.

VW will Transformationstempo erhöhen

„Wir müssen unser Transformationstempo erhöhen: effizienter und agiler werden“, sagte Brandstätter, der in seiner neuen Rolle VW-Chef Herbert Diess den Rücken frei halten soll. Das bisher Erreichte genügt seiner Meinung nach nicht. Denn Volkswagen will die angekündigten Investitionen etwa in Elektrifizierung und Digitalisierung aus eigener Kraft stemmen. Mehr als neun Milliarden Euro sollen in die Entwicklung von E-Autos fließen.

Neuer Golf wird „vollvernetzt sein“

Neben dem ersten vollelektrischen Fahrzeug der neuen ID-Modellfamilie erwartet VW im Jahr 2019 die Premiere der nächsten Golf-Generation. Der Golf VIII werde „neben den bewährten und bei den Kunden so geschätzten Eigenschaften, vollvernetzt sein“, sagte Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann. Das neue Online-Ökosystem „Volkswagen We“ soll den Kunden den Zugriff auf viele neue Apps und Services erlauben. „Der neue Golf öffnet sozusagen die Tür in unsere neue digitale Volkswagen-Welt“, so Stackmann.

Von der Redaktion

Auch im November gingen die Auslieferungen der Marke Volkswagen zurück. Während sich das Geschäft in Europa nach den WLTP-Problemen langsam erholt, bleibt die Lage in China schwierig. Trotz des Gegenwinds hält VW im Gesamtjahr einen neuen Absatz-Rekord für möglich.

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