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Volkswagen VW will vier Millionen Diesel-Autos nachrüsten
Wolfsburg Volkswagen VW will vier Millionen Diesel-Autos nachrüsten
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21:32 27.07.2017
Es fielen auch durchaus deutliche Worte: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und VW-Chef Matthias Müller in Wolfsburg. Quelle: dpa
Wolfsburg

 Volkswagen will im Kampf gegen drohende Fahrverbote mehr Diesel-Autos per Software-Update umrüsten als vorgesehen. Der Konzern werde anbieten, insgesamt vier Millionen Fahrzeuge nachzubessern und damit deren Emissionen deutlich zu senken, sagte Vorstandschef Matthias Müller am Donnerstag nach einem Gespräch mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Dennoch hält die Ministerin kurz vor dem Diesel-Gipfel am kommenden Mittwoch Fahrverbote in einigen Städten wegen zu hoher Stickoxid-Werte weiter für möglich.

Volkswagen muss wegen des Skandals um manipulierte Dieselmotoren ohnehin über 2,5 Millionen Autos umrüsten - diese sind in den vier Millionen Fahrzeugen enthalten. Bislang ist bei knapp 1,9 Millionen Autos das Update aufgespielt. Die Tochter Audi will angesichts der Diskussion um Diesel-Fahrverbote europaweit bis zu 850.000 Fahrzeuge nachrüsten lassen, in Deutschland sind es rund eine halbe Million Autos.

Hendricks äußerte sich ungewöhnlich scharf zur Autobranche sowie zur Beziehung zwischen Politik und Herstellern: „Es ist wohl so, dass der Staat es in der Vergangenheit zu häufig an Distanz zur Automobilindustrie hat mangeln lassen.“ Die jüngsten Vorwürfe über Kartellabsprachen von Konzernen hätten weiteres Vertrauen zerstört.

Müller betonte, VW wolle einen Beitrag zum Erfolg des „Diesel-Gipfels“ am 2. August leisten. Zur Wahrheit gehöre, „dass wir auch in Zukunft saubere und effiziente Verbrennungsmotoren brauchen in einer Übergangsphase hin zur Elektromobilität.“

Zugleich warnte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vor einer unseriösen Debatte über ein Ende von Fahrzeugantrieben mit Diesel und Benzin. Er halte es „nicht für sehr zielführend, heute davon zu sprechen, dass man den Verbrennungsmotor beerdigen könnte.“

Von dpa

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