Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Volkswagen VW verkauft vor neuem Abgas-Standard mehr Autos
Wolfsburg Volkswagen VW verkauft vor neuem Abgas-Standard mehr Autos
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:22 12.09.2018
VW hat vor der Einführung der neuen Abgas- und Verbrauchsstandards mehr Fahrzeuge verkauft. Quelle: Archiv
Wolfsburg

Im vergangenen Monat lieferte Volkswagen 513 300 Autos aus - 3,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Dies teilte das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg mit.

Vor allem in Europa konnte Volkswagen vor der Umstellung auf den seit 1. September gültigen Prüfzyklus WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) profitieren. Hier wurden 26 Prozent mehr Wagen verkauft als im August 2017. In Deutschland verzeichnete die Marke rund um Golf, Passat und Tiguan ein Plus von 17,3 Prozent.

Rückgang im Chinageschäft

In China lief es für den deutschen Autobauer hingegen nicht so gut, hier wurden 3,2 Prozent weniger Fahrzeuge ausgeliefert als im Vorjahr. Das Unternehmen begründete dies mit Zolländerungen, die bei den Kunden für Zurückhaltung sorgten.

Insgesamt stand für die VW-Stammmarke ein Plus von 6,2 Prozent nach acht Monaten mit rund 4,14 Millionen verkauften Autos zu Buche. Nach den guten August-Zahlen warnte Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann in den nächsten Monaten aber bereits vor einem Dämpfer. „Im September werden wir durch die WLTP-Umstellung deutlich weniger Fahrzeuge in Europa ausliefern können“, sagte er. Auch der Start in den Oktober werde verhalten ausfallen.

Audi legt zu

Die VW-Tochter Audi verzeichnete seit dem Jahresbeginn ein Plus von 5,5 Prozent auf 1,27 Millionen Autos. Konkurrent Daimler verkaufte von der Stammmarke Mercedes-Benz in dem Zeitraum 1,5 Millionen Stück.

dpa

Im VW-Werk Wolfsburg soll die Produktion in der ersten Oktoberwoche komplett ruhen. Gleichzeitig will Volkswagen im vierten Quartal des Jahres drei Sonderschichten für das SUV-Modell Tiguan einlegen. Über diese Pläne des Unternehmens informierte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh am Dienstag bei einer Betriebsversammlung.

11.09.2018

Im Streit um ihre Kündigung im Diesel-Skandal haben sich Volkswagen und eine ehemalige Ingenieurin zunächst nicht einigen können. Eine Güteverhandlung scheiterte am Montag vor dem Arbeitsgericht in Braunschweig.

13.09.2018

Dieser Prozess könnte Volkswagen viel Geld kosten: Investoren fordern wegen des Diesel-Skandals milliardenschwere Entschädigungen. Am Montagmorgen begann das Musterverfahren in Braunschweig.

10.09.2018