Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Volkswagen VW startet lokale Produktion in Ruanda
Wolfsburg Volkswagen VW startet lokale Produktion in Ruanda
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:29 28.06.2018
Lokale Fahrzeugproduktion: Ruandas Präsident Paul Kagame und VW-Südafrika-Chef Thomas Schäfer und Michaella Rugwizangoga, Chefin von Volkswagen Mobility Solutions Rwanda, mit dem ersten VW „made in Rwanda“. Quelle: Volkswagen
Kigali/Wolfsburg

VW-Südafrika-Chef Thomas Schäfer als Verantwortlicher für die Sub-Sahara-Region gab in der Hauptstadt Kigali im Beisein von Ruandas Präsident Paul Kagame den offiziellen Startschuss für das Projekt. Damit macht Volkswagen den nächsten Schritt zur Erschließung neuer Chancenmärkte. Langfristig will die Marke eine Führungsrolle in der aufstrebenden afrikanischen Automobilindustrie übernehmen.

„Ruanda bietet großes Potenzial. Das Land ist jung, modern und hungrig nach individueller Mobilität“, sagte Schäfer. „Mit einem speziell auf die Region zugeschnittenen Paket aus lokaler Fertigung, Neuwagengeschäft und innovativen Mobilitätsdiensten wollen wir die Wachstumschancen nutzen und neue Perspektiven schaffen. Ruanda kann zu einer Blaupause für andere aufstrebende Länder in Afrika und weltweit werden.“

Ruandas Präsident lobt Zusammenarbeit mit VW

Ruandas Präsident Paul Kagame sagte: „Afrika darf nicht der Abladeplatz für alte Autos oder andere alte Dinge sein. Langfristig müssen wir auch dafür einen hohen Preis zahlen. Wenn man einen hohen Preis für alte Autos zahlt, wieso dann nicht gleich in etwas Neues investieren? Die Wahl ist ganz einfach. Wir als Afrikaner und Ruander verdienen Besseres. Und dieses Projekt zeigt, wie wir das schaffen können. Aus diesem und anderen Gründen ist die vielversprechende Zusammenarbeit mit Volkswagen ein guter Start.”

Car-Sharing und Ride-Hailing in Ruanda

Im Zentrum des Projekts stehen Car-Sharing- und Ride-Hailing-Angebote, die per App gesteuert werden und individuelle Mobilität für breitere Bevölkerungsschichten ermöglichen sollen. Den Anfang macht ein sogenanntes „Community Car Sharing“, das sich vor allem an Unternehmen in der Hauptstadt Kigali richtet. Im Laufe des Jahres folgt dann ein Ride-Hailing-Dienst.

Ruandas Präsident Paul Kagame und VW-Südafrika-Chef Thomas Schäfer. Quelle: Volkswagen

Weitere Mobilitäts­dienste sind für 2019 geplant. Ruanda ist laut VW besonders geeignet für neue Mobilitäts­lösungen, da die Menschen dort sehr digital und technikaffin seien. Zudem wächst der Bedarf an Mobilität und kann durch die bestehenden Angebote kaum noch gedeckt werden.

Produktion von bis zu 5000 Fahrzeugen pro Jahr

In Sachen Produktion ist die lokale Fertigung der neuesten Generationen von Polo und Passat angelaufen, weitere Modelle sind für die Zukunft vorgesehen. In der Startphase ist die Produktion von bis zu 1000 Fahrzeugen pro Jahr geplant, je nach Nachfrage und Erfolg der Mobilitätsdienste. Möglich ist eine Produktion von bis zu 5000 Fahrzeugen pro Jahr. Die Montage ist zudem flexibel ausgelegt und kann bei Bedarf weiter ausgebaut werden. Das angeschlossene Vertriebs- und Service-Zentrum CFAO Volkswagen Ruanda garantiert für einen umfassenden Kundenservice.

Von der Redaktion

Eigentlich soll Ex-VW-Chef Martin Winterkorn in der Diesel-Affäre vor dem Landgericht Stuttgart aussagen, doch so weit kommt es womöglich nicht: Der ehemalige Top-Manager beruft sich auf sein Zeugnisverweigerungsrecht.

27.06.2018

Der Termin für den Werksurlaub am Volkswagen-Standort Wolfsburg im nächsten Jahr steht: VW-Betriebsrat und Management haben sich auf einen dreiwöchigen Haupturlaub im Zeitraum vom Montag, 15. Juli 2019, bis Freitag, 2. August 2019, geeinigt.

27.06.2018

Die Umstellung auf das neue Abgastestverfahren trifft die VW-Produktion hart. Im Werk Wolfsburg führt Volkswagen nach den Ferien teilweise die Drei-Tage-Woche ein. Die Lasten sollen die Mitarbeiter aber nicht alleine tragen.

26.06.2018