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VW lädt seine Aktionäre nach Hannover ein

Hauptversammlung VW lädt seine Aktionäre nach Hannover ein

Stehen die Zeichen auf Entspannung oder droht den VW-Vorständen ein erneuter Tag der Abrechnung? Volkswagen empfängt am Mittwoch ab 10 Uhr seine Aktionäre zur Hauptversammlung in Hannover.

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Hauptversammlung von Volkswagen: Beim Treffen im vergangenen Jahr rechneten die Aktionäre mit den VW-Managern ab - auch heute droht Gegenwind.

Quelle: Peter Steffen

Hannover. Es ist das zweite Treffen nach dem Bekanntwerden der Diesel-Affäre (die Reden von VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch und VW-Konzernchef Matthias Müller werden ab 10 Uhr live übertragen: volkswagen.gomexlive.com/vw_live_ag).

Bei der Hauptversammlung im vergangenen Jahr war die Stimmung vergiftet. Die Anteilseigner überzogen die VW-Führungskräfte stundenlang mit teils wüsten Beschimpfungen. Seitdem hat sich die Lage geändert. Der VW-Konzern ist für viele Beobachter überraschen gut durchs Jahr 2016 gekommen. Auch die Geschäftszahlen im ersten Quartal des laufenden Jahres geben Anlass für Optimismus.

Dem entsprechend soll auch die Dividende für die Aktionäre steigen: auf 2,06 Euro je Vorzugsaktie (nach nur 17 Cent im Vorjahr) und 2,00 Euro je Stammaktie (2016: 0,11 Euro). Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung heute die komplette Entlastung des Vorstands vor. Auch die Neuregelung der Vergütungssysteme von Vorstand und Aufsichtsrat sollen die Aktionärsvertreter absegnen.

Allerdings droht den VW-Managern auch Gegenwind. Neben mehreren Kleinaktionären wollen auch der Dachverband der Kritischen Aktionäre und die US-Autogewerkschaft UAW dem Vorstand und Aufsichtsrat mit Gegenanträgen die Entlastung verweigern. „Der Abgasskandal ist noch lange nicht ausgestanden“, sagt Dachverbandssprecher Jens Hilgenberg.

Der Aktionärsberater Hermes EOS kritisiert die aus seiner Sicht mangelnde Aufklärung der Dieselkrise durch Volkswagen und dringt auf eine unabhängige Prüfung. „Wir glauben, dass Volkswagen die Probleme nicht systematisch angegangen ist“, kritisiert Hermes-Manager Hans-Christoph Hirt. Die US-Autogewerkschaft UAW will die große Bühne der Hauptversammlung nutzen und im Streit um die Mitbestimmung im US-Werk von Volkswagen in Chattanooga den Druck auf den VW-Vorstand erhöhen.

Die beiden großen Aktionärsvereinigungen SdK und DSW haben dagegen angekündigt, in diesem Jahr für eine Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat zu stimmen.

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