Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Volkswagen VW eröffnet neue Crash-Test-Anlage
Wolfsburg Volkswagen VW eröffnet neue Crash-Test-Anlage
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:00 23.11.2017
Kompetenzzentrum Sicherheit: Herzstück ist ein innovatives Schlittensystem, das erstmals horizontale und vertikale Seitwärts- und Drehbewegungen simuliert. Quelle: Volkswagen
Wolfsburg

Die Technische Entwicklung (TE) von Volkswagen hat ihre Kompetenzen im Bereich Fahrzeugsicherheit gebündelt und erweitert. Dazu entstand am Standort Wolfsburg ein neues Sicherheitszentrum mit hochmoderner Crash- und Schlittenanlage – es umfasst auf drei Geschossen eine Fläche von rund 8000 Quadratmetern.

Drei Jahre nach dem ersten Spatenstich wurde der in den Bestand integrierte Neubau jetzt eröffnet und ersetzt die alte Schlittenanlage aus dem Jahr 1968. Weiter im Einsatz bleibt die zweite Anlage von 1988, die sich in direkter Nachbarschaft zum neuen Schlitten befindet. „Im neuen Kompetenzzentrum führen wir sämtliche Sicherheitsaktivitäten von der Entwicklung über die Fahrzeugvorbereitung bis zur Erprobung an einem Ort zusammen“, betont Kai Schweingruber, Leiter Services der TE. „So sorgen wir für kurze Wege und schaffen zusätzliche Synergien.“

Startknopf: Zusammen mit Management und Betriebsrat nahm das Projektteam das neue Kompetenzzentrum Sicherheit bei Volkswagen in Wolfsburg in Betrieb. Quelle: Volkswagen

Wenn sich bei einem absehbaren Zusammenstoß die Notbremsfunktion im Fahrzeug aktiviert, ändert sich die Position der Insassen schon vor dem Aufprall. Die Analyse dieses Positionswechsels ist wichtig für das Auslegen von Rückhaltesystemen wie Airbag und Gurten. Im neuen Sicherheitszentrum von Volkswagen können durch gezieltes Abbremsen von Versuchsträgern realitätsnah die Kräfte nachgebildet werden, die beim Crash auf die Fahrzeuginsassen wirken. Da sich bei dieser Art von Crash-Tests eine nachgebildete Fahrgastzelle auf dem Versuchsschlitten befindet, müssen keine Fahrzeugkarosserien bei diesen Tests zerstört werden.

Herzstück der neuen Anlage sei ein innovatives Schlittensystem, erklärt Gunnar Koether, Leiter Fahrzeugsicherheit. „Mit diesem hochmodernen Instrument sind wir jetzt in der Lage, dynamische Drehbewegungen beim Crash abzubilden und sogenannte vorgebremste Unfallszenarien realitätsnah zu simulieren.“ So könne man erstmals horizontale und vertikale Seitwärts- und Drehbewegungen der Karosserie simulieren.

Crash-Versuche mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h und einem Fahrzeuggewicht von bis zu drei Tonnen sind auf der neuen Schlittenanlage möglich. Rund 142 Meter „Anlauf“ braucht die Anlage, um die nötige Geschwindigkeit aufzubauen. Betriebsrat Stefan Helmsing: „Im neuen Fahrzeugsicherheitszentrum können wir komplexe Unfälle simulieren und damit Bauteile nach den weltweit höchsten Maßstäben testen.“

Von der AZ/WAZ-Redaktion

Wie das Wirtschaftsmagazin BILANZ berichtet, musste Beschaffungsvorstand Francisco Javier Garcia Sanz (60) rund 935.000 Euro an den Konzern für private Flüge im Firmenjet zwischen 2010 und 2013 zurückzahlen. 2014 hatte der damalige Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch die Billigflüge seiner Vorstände gestoppt.

23.11.2017

Die Gewerkschaft Verdi hatte im Tarifstreit der Logistikbranche bei Schnellecke in Braunschweig zum Streik aufgerufen. Wenn auch am nächsten Verhandlungstag kein Durchbruch erzielt wird, könnte es zum Streik bei Schnellecke in Wolfsburg kommen – mit möglichen Folgen fürs VW-Stammwerk.

22.11.2017

Mehr als 70 Milliarden Euro investiert der Volkswagen-Konzern zwischen 2018 und 2022. Rund 22,8 Milliarden Euro fließen in die weltweiten Standorte der Marke VW Pkw, um deren Zukunftsfähigkeit sicherzustellen.

20.11.2017