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VW eröffnet neue Crash-Test-Anlage

Kompetenzzentrum Sicherheit VW eröffnet neue Crash-Test-Anlage

Volkswagen hat in Wolfsburg ein neues Kompetenzzentrum Sicherheit in Betrieb genommen. Mit einer hochmodernen Schlittentechnologie werden auf der Crash-Test-Anlage Unfälle simuliert. Zusammenstöße können so noch realitätsnäher dargestellt werden.

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Kompetenzzentrum Sicherheit: Herzstück ist ein innovatives Schlittensystem, das erstmals horizontale und vertikale Seitwärts- und Drehbewegungen simuliert.

Quelle: Volkswagen

Wolfsburg. Die Technische Entwicklung (TE) von Volkswagen hat ihre Kompetenzen im Bereich Fahrzeugsicherheit gebündelt und erweitert. Dazu entstand am Standort Wolfsburg ein neues Sicherheitszentrum mit hochmoderner Crash- und Schlittenanlage – es umfasst auf drei Geschossen eine Fläche von rund 8000 Quadratmetern.

Drei Jahre nach dem ersten Spatenstich wurde der in den Bestand integrierte Neubau jetzt eröffnet und ersetzt die alte Schlittenanlage aus dem Jahr 1968. Weiter im Einsatz bleibt die zweite Anlage von 1988, die sich in direkter Nachbarschaft zum neuen Schlitten befindet. „Im neuen Kompetenzzentrum führen wir sämtliche Sicherheitsaktivitäten von der Entwicklung über die Fahrzeugvorbereitung bis zur Erprobung an einem Ort zusammen“, betont Kai Schweingruber, Leiter Services der TE. „So sorgen wir für kurze Wege und schaffen zusätzliche Synergien.“

Startknopf

Startknopf: Zusammen mit Management und Betriebsrat nahm das Projektteam das neue Kompetenzzentrum Sicherheit bei Volkswagen in Wolfsburg in Betrieb.

Quelle: Volkswagen

Wenn sich bei einem absehbaren Zusammenstoß die Notbremsfunktion im Fahrzeug aktiviert, ändert sich die Position der Insassen schon vor dem Aufprall. Die Analyse dieses Positionswechsels ist wichtig für das Auslegen von Rückhaltesystemen wie Airbag und Gurten. Im neuen Sicherheitszentrum von Volkswagen können durch gezieltes Abbremsen von Versuchsträgern realitätsnah die Kräfte nachgebildet werden, die beim Crash auf die Fahrzeuginsassen wirken. Da sich bei dieser Art von Crash-Tests eine nachgebildete Fahrgastzelle auf dem Versuchsschlitten befindet, müssen keine Fahrzeugkarosserien bei diesen Tests zerstört werden.

Herzstück der neuen Anlage sei ein innovatives Schlittensystem, erklärt Gunnar Koether, Leiter Fahrzeugsicherheit. „Mit diesem hochmodernen Instrument sind wir jetzt in der Lage, dynamische Drehbewegungen beim Crash abzubilden und sogenannte vorgebremste Unfallszenarien realitätsnah zu simulieren.“ So könne man erstmals horizontale und vertikale Seitwärts- und Drehbewegungen der Karosserie simulieren.

Crash-Versuche mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h und einem Fahrzeuggewicht von bis zu drei Tonnen sind auf der neuen Schlittenanlage möglich. Rund 142 Meter „Anlauf“ braucht die Anlage, um die nötige Geschwindigkeit aufzubauen. Betriebsrat Stefan Helmsing: „Im neuen Fahrzeugsicherheitszentrum können wir komplexe Unfälle simulieren und damit Bauteile nach den weltweit höchsten Maßstäben testen.“

Von der AZ/WAZ-Redaktion

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