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Volkswagen VW einigt sich im Abgas-Skandal mit US-Behörden auf Eckpunkte
Wolfsburg Volkswagen VW einigt sich im Abgas-Skandal mit US-Behörden auf Eckpunkte
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23:18 21.04.2016
Kompromiss in den USA: Besitzer der manipulierten Diesel bekommen von VW eine Entschädigung. Quelle: dpa (Symbolbild)
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San Francisco

Die Eckpunkte solcher Einigungen stehen den Angaben zufolge bereits. Doch viele Fragen – vor allem zu den gesamten Kosten für den Konzern –  sind gestern noch offen geblieben. Es drohen weiterhin Milliardenzahlungen.

„Ich bin sehr angetan, mitteilen zu können, dass die Parteien einen konkreten Plan vorgelegt haben“, verkündete der Bezirksrichter Charles Breyer bei einer Gerichtsanhörung in San Francisco. Es gehe zunächst um die rund 480.000 in den USA von der Affäre um manipulierte Emissionswerte betroffenen VW-Diesel mit 2,0-Liter-Motoren. Eine Einigung für alle der fast 600.000 Dieselwagen – dazu zählen auch noch etliche Fahrzeuge mit größeren 3,0-Liter-Motoren – stehe noch aus.

VW-Anwalt Robert Giuffra wertete die grundsätzliche Einigung mit den Behörden positiv: „Diese Vereinbarung ist gut für die Kunden, gut für die Umwelt und gut für VW!“

Die Lösung umfasst laut Richter Breyer die Option, dass VW einen Großteil der Autos zurückkaufe oder durch Umrüstung in einen zulässigen Zustand versetze. Leasingnehmern werde das Recht eingeräumt, ihre Verträge zu beenden und ihre Wagen zurückzugeben. Zudem werde der Hersteller „substanziellen Schadenersatz“ an die Besitzer zahlen. Konkrete Zahlen hierzu wurden aber zunächst nicht genannt. Nach einem noch unbestätigten Bericht der „Welt“ sollen die Besitzer in den USA 5000 Dollar als Wiedergutmachung erhalten. Ob davon auch Kunden im Ausland profitieren, ist ungewiss.

VW stellte klar: „Die sich nun abzeichnenden Regelungen in den USA werden in Verfahren außerhalb der USA keine rechtlichen Wirkungen entfalten.“ Für deutsche Besitzer von manipulierten Dieselwagen aus dem VW-Konzern gelten die in den USA ausgehandelten Entschädigungen also nicht.

Zuversicht

ein Kommentar von Florian Heintz

Die Vorstände des Konzerns streiten um ihre Millionen-Boni, während das Unternehmen mit milliardenschweren Klagen überzogen wird. Der Betriebsrat entzieht dem Markenvorstand öffentlich das Vertrauen, mitten in der schwersten Krise der Firmengeschichte. Und die Aufklärung in der Abgas-Schuldfrage kommt nur schleppend voran. Die Nachrichten aus dem Volkswagen-Konzern haben in den vergangenen Wochen wenig Mut gemacht.

Die gestern präsentierte Einigung zwischen Volkswagen und den US-Behörden gibt nun endlich wieder Anlass für mehr Zuversicht. Zwar ist noch unklar, wie teuer die Lösung für VW am Ende wird. Wichtig ist aber, dass der Konzern ein Ergebnis präsentieren konnte und wieder aus der Defensive kommt. Nach Wochen des bangen Wartens ist das auch ein wichtiges Signal nach innen an die verunsicherte Belegschaft. Im Rückblick wird der gestrige Tag vielleicht sogar den Wendepunkt in der Diesel-Krise markieren. In jedem Fall war es ein Schritt in die richtige Richtung.

+ + + Zwei Sonderseiten zu diesem Thema gibt es in der Freitags-AZ/WAZ + + +

VW hat sich laut der Zeitung „Welt“ mit US-Vertretern grundsätzlich auf einen Vergleich im Streit um manipulierte Diesel-Abgaswerte geeinigt. Jeder US-Halter eines VW-Modells, das mit einer beanstandeten Software ausgestattet sei, solle 5000 US-Dollar (gut 4400 Euro) Entschädigung erhalten.

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